Babelsberg kam, sah und siegte mit 4:2

Juli 24, 2023
Im Rahmen seiner 120-Jahr-Feierlichkeiten besuchte der SV Babelsberg 03 Wien und bestritt in Dornbach ein Freundschaftsspiel, das die Gäste mit 4:2 für sich entschieden. Als Ganzes gesehen war es ein Testspiel, kombiniert mit einem Fanaufmarsch der Gäste auf der Hernalser Hauptstraße, einem Spektakel auf der Blauen Tribüne samt Gesang und Trommelwirbel und ein ansehnliches Fußballmatch.

Freitag, 21.7.2023  Internationales Freundschaftsspiel
Wiener Sport-Club – SV Babelsberg 03 2:4 (1:2)
Sport-Club-Platz, 1512 ZuschauerInnen
Schiedsrichter: Ing. Stanislav Dyulgerov
Assistenten: Markus Beier, Christopher-Johannes Stollewerk

Spielbericht

Trainer Weinstabl hat den Kader im Vergleich zur vorigen Saison deutlich verjüngt. Im Tor steht Prögelhof, die Verteidigung bilden Haas, Gusic, Kapitän Dimov und  Pfaffl; Rajkovic und Buzuk agieren im defensiven Mittelfeld. Auf der rechten Außenbahn ist  Pajaczkowski nominiert, als Spielmacher tritt Kostic erstmals seit 2015 im zentralen Mittelfeld an, während Kerber und Vucenovic an vorderster Front angreifen.

Vom Start weg entwickelt sich eine muntere Partie, in der die Gäste die ersten Akzente setzen. Ein Angriff wird gerade noch zur Ecke geklärt, im Anschluss daran lässt Prögelhof den Ball abklatschen, und Hoffmann versenkt den Ball im Netz: 0:1 (6. Min.). Zwei Minuten später zeichnet sich der Hernalser Tormann hingegen aus: Die Nr. 23 der Gäste zieht mit einem weiten Pass Richtung Tor, aber Prögi kann ihm den Ball abluchsen. Die Gäste sind weiter überlegen, körperlich mehr als nur präsent, spielen schnell und direkt, wechseln Kurzpasses mit weiträumiger Spielverlagerung und zwingen dadurch den Schwarz-Weißen weite Laufwege auf. Der Ausgleich fällt deshalb überraschend: Forsches Offensivpressing am gegnerischen Strafraum, Pass in den Rückraum, und Pajaczkowski trifft problemlos zum 1:1 12. Min.). Die Gäste vergeben einige Chancen, ehe nach einem Doppelpass samt anschließender Flanke der Ball zu Steinborn gelangt, der mit einem wuchtigen Schuss die erneute Führung besorgt (32. Min.). Der Sport-Club versucht es gegen die hoch stehende Abwehr der Blau-Weißen mit langen Bällen auf Vucenovic, der knapp vor der Pause zwei Sitzer vergibt.

Im 2. Abschnitt spielt Babelsberg auf das Tor vor seinem Anhang, und nach 10 Minuten steht es1:3. Pass von der rechten Seite, und Schulz braucht nur den Fuß hinzuhalten (55. Min.). Die Dornbacher versuchen wieder heranzukommen, schöner Angriff über Pajaczkowski, Vucenovic und Kostic, der jedoch sein Visier noch nicht richtig eingestellt hat (59. Min.). Vier Minuten später landet ein Abschlag Prögelhofs beim Gegner, ein kurzer Pass, und schon steht es 1:4 durch Cakmak (65. Min.). Danach werden auf beiden Seiten neue Spieler gebracht, und die Partie verliert an Linie. Der Sport-Club legt mit seinen „jungen Wilden“ noch einmal zu, denn nach einem genauen Pass auf Vucenovic erzielt dieser mit sattem Aufsitzer das 2:4.

Fazit: Trainer Robert Weinstabl sah puncto Intensität eine sehr gute Generalprobe für die 1. Meisterschaftsrunde, nur „die einfache Art und Weise und die individuellen Fehler bei den Gegentoren werden wir bis in einer Woche abstellen, um wie in der letzten Rückrunde sauber zu verteidigen. Im Umschaltspiel nach vorne hatten wir schon ganz ordentliche Ansätze! In gewissen Bereichen sieht man auch, dass wir mit unseren Neuzugängen gewisse Geduld haben müssen, bis sie körperlich am Limit sind bzw. unsere Abläufe verinnerlicht haben. Erfreulich war für mich auch die Schlussphase, und dies nicht nur wegen des Anschlusstreffers! Wir brachten einige junge Spieler auf den Platz; Marlovics, Tütünci und Kratky sind noch unter 18, spielten zum ersten Mal vor einer solchen Kulisse und brachten eine richtig gute Dynamik ins Spiel.

Der Start in Oberwart wird eine große Herausforderung, denn ein Aufsteiger nimmt aus der Meistersaison immer viel Selbstvertrauen mit. Zudem haben sie mit Huber und Farkas zwei sehr erfahrene Ex-Bundesligaspieler verpflichtet. Aber ich vertraue auf unsere Qualitäten und bin mir sicher, dass wir gewinnen werden, wenn wir körperlich und spielerisch ans Limit gehen.“

Text: Friedl Schweinhammer
Foto: Christopher Glanzl

 

 

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