Klassentreffen der (Fußball-)Vorzugsschüler

Juli 22, 2022
Vor 30 Jahren stieg der Sport-Club zum letzten Mal in die oberste Spielklasse auf. Grund genug für Roman Mählich, seine Kollegen von damals zu einem Treffen ins Schweizerhaus einzuladen.

Roman rief (an), und fast alle kamen

  • Die Torhüter Petar Paluch und Thomas Fasching
  • Die Defensivkräfte Goran Kartalija, Walter Hochmaier, Klaus Dittrich, Michael Helm und Volker Pieszek
  • Die Mittelfeldmotoren Roman Mählich, Dietmar Berchthold und Norbert Schlösinger
  • Von den üblichen Verdächtigen in der Torschützenliste fehlte Thomas Janeschitz, der bei seinem neuen Klub Dornbirn Überstunden machen musste, und Bernd Dallos; umso erfreulicher war, dass Gerd Steinkogler sich gesundheitlich gefangen hat und ihm der Schmäh nicht ausgegangen ist.

 

Der Abend war kurzweilig, denn die Themen gingen den mittlerweile +/- 50jährigen nicht aus:

  • Natürlich die historische Partie gegen den GAK: 4:4 mit 10 Mann, dabei im Finish drei Treffer erzielt. Das bedeutete den Aufstieg, und die Vienna blieb unten
  • Welcher Spieler zum Sport-Club kam, ihn verließ bzw. welche weitere Stationen folgten
  • Den größten Unterhaltungswert hatten die Anekdoten und G’schichtln von Ereignissen, die im Trainingslager oder auf den langen Fahrten im Intertoto-Cup passierten
  • Der berufliche Weg, die privaten Verhältnisse

 

Drei Persönlichkeiten prägten diesen Abend, der weit in den nächsten Tag reichte

  • Sport-Clubs Ikone bzw. Grandseigneur Willy Kaipel, der die damals „jungen Wilden“ zwar zähmte, aber auch genug Freiheiten ließ, um einen attraktiven Offensivfußball zu spielen
  • Roman Mählich, 1992 mit 20 Lenzen der Benjamin der Elf, der wie ein Moderator mit allen Anwesenden das Gespräch suchte und wusste, wie sie zu „packen“ waren. Als Sport-Club-Analytiker lenkte er die Neugierde seiner Kollegen mit dem Buch „Von Dornbach in die ganze Welt“ so, dass keine Personalie unerwähnt blieb.
  • Schließlich Michael Helm, ein Pointenschleuderer par excellence, an dem ein Comedian verloren ging. Seine Schilderung des Badens im Toten Meer während einer Israelreise und über die Testungen von Bernd Dallos  „Geht man da wirklich net unter?“) ließen kein Auge trocken bleiben und strapazierten die Lachmuskeln bis zum Zerreißen.

 

Dass der Abend so lange dauerte, hatte mehrere Gründe: Es war ein lauer Abend, und die Anfahrt war für einige sehr lange: So kamen Kartalija und Hochmaier aus Oberösterreich, Dietmar Berchthold aus Vorarlberg und Petar Paluch aus Nitra angereist. Apropos „Der alte Mann und das Tor“: Petar ist der einzige Pensionist, sein früherer Job als Tormanntrainer ist ihm schon zu mühsam, er hat aber nach wie vor mit dem Fußball zu tun: Er repariert und pflegt historische Bälle, die in Sammlerkreisen Rekordpreise erzielen. Der letzte Grund für die „Überstunden“ lag darin, dass das nächste Treffen ob des großen Erfolges schon in Planung ist – offiziell zweitägig, versteht sich. Da hofften alle, dass auch Thomas Janeschitz, Bernd Dallos, Gernot Zirngast, Christian Kircher und Klaus Spirk mit von der Partie sind.

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