Bittere 0:4 Pleite in Hütteldorf

Oktober 9, 2023
Die Dornbacher durften, wie schon vor 7 Jahren beim 2:0 Sieg, gegen die jungen Rapidler in der Allianz-Arena antreten. Die Schwarz-Weißen kamen ganz gut ins Spiel, ehe die Grün-Weißen mit ihrem 1. Angriff in Führung gingen; Zivkovic staubte zum 1:0 ab (13). Vincze stellte nach einiger Verwirrung im Strafraum der Hernalser per Kopf auf 2:0, und danach war der Sport-Club komplett von der Rolle, die Hütteldorfer vergaben jedoch einige Großchancen. Die Dornbacher kamen etwas besser aus der Kabine, das 3:0 durch Vincze (57‘) brachte die endgültige Entscheidung. Dursun setzte mit einem Schuss aus der Drehung (64‘) den Schlusspunkt einer zusehends einseitig gewordenen Partie.

Freitag, 6.10.2023 – 19.30 Uhr/11. Runde RLO
SK Rapid II – Wiener Sport-Club 4:0 (2:0)
Allianz-Stadion, 1245 Zuschauer*innen
Schiedsrichter: Faruk Celebi
Assistenten: Ing. Ahmet Bayar, Furkan Sahiner

 Spielbericht

Die Dornbacher beginnen mit Prögelhof im Tor, vor ihm steht die Viererkette mit Haas, Gusic, Küng und Pfaffl; im defensiven Mittelfeld agieren Rajkovic und Buzuk, Pajaczkowski spielt im zentralen Mittelfeld; an den Flanken sind Beljan und Kostic nominiert, und Vucenovic fungiert als alleinige Sturmspitze. Kerber sitzt diesmal genauso wie Dimov am Beginn auf der Bank.

Der Sport-Club setzt auf sein gewohntes Ballbesitzspiel, ohne dass die Hausherren anpressen; allein wenn Pajaczkowski antritt, greifen sie zur Textilbremse. Offensiv spielen sie schnelle Kombinationen, kommen aber nicht zum Abschluss. Das ändert sich schlagartig in Minute 13: einen Flachschuss von Kaygin klatscht Prögelhof nach vorne weg, und Zivkovic netzt problemlos zum 1:0 ein. Zwei Minuten später spritzt Vucenovic in einen schlechten Rückpass, schießt aber knapp daneben. Danach schleichen sich bei den Schwarz-Weißen die ersten unnötigen Fehlpasses ein, und auch die Abschläge landen zumeist beim Gegner. Pajaczkowski spielt ab, statt vom Elfer aus zu schießen, dann unterläuft ihm ein Fehlpass, den Seydi aber nicht ausnützen kann (23‘). Nach einem Eckball misslingt Küng die Kopfballabwehr komplett, und Vincze ist erfolgreich zur Stelle – 2:0 (25‘). Die Rapidler leben von den Sport-Club-Fehlern und kommen jetzt zu einigen Großchancen: nach Stanglpass von Vincze (28‘) wird der Schuss noch geblockt, dann verschießt erneut Seydi (38‘), Wydras Schuss wehrt Prögelhof zur Ecke ab (40‘), Pfaffl rettet vor Vincze (44‘).In der letzten Aktion vor der Pause bringt Rajkovic Beljan mit einem langen Pass in Front, dieser zögert aber beim Abschluss.

In der 2. Hälfte geht es in dieser Tonart weiter. Fehlpasses ohne Not im Spielaufbau und im Angriff, was die Grün-Weißen ausnutzen: Vincze wird zentral angespielt, kann ohne attackiert zu werden vom Strafraum abziehen, und Prögelhof schaut dem Ball nur hinterher; 3:0 (57‘). Zwei Minuten später zündet Wydra den Turbo, schießt aber knapp daneben. Kurz danach zieht Beljan ab, und Orgler kann mit Mühe abwehren. Effizienter ist die andere Mannschaft: Sie spielt im 16er Katz und Maus, und Dursun versenkt den Ball aus der Drehung im Netz (64‘). Rapid nimmt nach diesem 4:0 das Tempo heraus, tauscht einige Male, an der Überlegenheit ändert sich jedoch wenig. Der Sport-Club hat noch eine Chance auf den Ehrentreffer, Beljan wählt aber ein (misslungenes) Abspiel statt eines Abschlusses (85‘).

Fazit: Die nächste bittere Auswärtsniederlage, die mit zwei Treffern der Marke „selber schuld“ den Anfang nahm. Danach folgte eine Serie von haarsträubenden Fehlpasses, von denen die Hütteldorfer nur ein wenig Gebrauch machten, sonst wäre die Niederlage weit deutlicher ausgefallen. Man hatte den Eindruck, dass einige Dornbacher resignierten und mit hängenden Köpfen übers Spielfeld schlichen statt sich gegen die Niederlage zu stemmen; so tauschte Trainer Csandl mit Ojukwu (nachdem sich Gusic bei einem Kopfballduell verletzt und eine Zeitlang mit Turban weitergespielt hatte) und Tütünci zwei junge Kräfte ein, die ihre Sache ordentlich erledigten. Es ist trotzdem zu hoffen, dass Leistungsträger der ersten Saisonhälfte wieder in Form kommen, um ein weiteres Abrutschen in der Tabelle zu verhindern.

Sektionsleiter David Krapf-Günther analysiert ohne Wenn und Aber: „Das erste Mal, dass wir in einem Spiel komplett ohne Zugriff waren. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben im letzten Drittel die falschen Entscheidungen getroffen, es gab kein Aufbäumen nach den Toren; kurzum: Man muss es deutlich sagen, dass wir klar und in dieser Höhe verdient verloren haben. Es gibt nichts schön zu reden, sondern es gilt kommende Woche eine Reaktion zu zeigen, in jedem Training und besonders am nächsten Spieltag. Das erwarte ich mir von jedem Einzelnen.“

Aufstellung Wiener Sport-Club

Prögelhof; Haas, Gusic (60‘ Ojukwu), Küng (55’ Kerber), Pfaffl; Rajkovic, Buzuk (66‘ Akrap)), Pajaczkowski (66’ Tütünci), Kostic, Beljan; Vucenovic.

Aufstellung Rapid II: Orgler; Demir,Tambwe-Kasengele, Dibon (62’ Eggenfellner), Bajlicz; Dursun, Seydi, Wydra (73‘ Oda), Kaygin (82’ Lang), Zivkovic (46. Hedl), Vincze (73‘ de Chatrier Doegl).

Torfolge

1:0 Zivkovic (13‘)
2:0 Vincze (25‘)
3:0 Vincze (57‘)
4:0 Dursun (64‘) 

Gelbe Karten Wiener Sport-Club

50‘ Kostic (Foulspiel)

Text: Friedl Schweinhammer
Foto: Karin Pointner

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