Sport-Club gegen LASK verspricht Cupatmosphäre pur

Juli 25, 2025
In der Saison 2024/25 hat sich der Sport-Club für den Cupbewerb qualifiziert und trifft im Heimspiel auf den LASK; die Partie findet auf der Hohen Warte statt, wo die Vereinsleitung auf ein volles Haus (Kapazität 4500 ZuschauerInnen) hofft. Die Dornbacher sind klare Außenseiter, rechnet sich aber gute Chancen auf eine Überraschung aus; der Aufstieg bis ins Viertelfinale in der Saison 2022/23 mit Siegen über die Erstligaklubs Lustenau und Austria ist in bester Erinnerung geblieben. Beim LASK ist nach der verkorksten letzten Saison kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Die ersten Testspiele verliefen vielversprechend, im Cup sollte der 1. Schritt in eine erfolgreiche neue Spielzeit gesetzt werden.

Daten zum Spiel

Samstag, 26.7.2025 – 18.00 Uhr/1. Runde Uniqa ÖFBCup
Wiener Sport-Club – LASK
Naturarena Hohe Warte

Schiedsrichter: Dr. Julian Schnur

Assistenten: Gerald Bognar, Senaid Covic

Die Stadt Linz

ist Landeshauptstadt von , zählt knapp über 213.000 Einwohner und ist damit die drittgrößte Stadt Österreichs. Sport spielt seit jeher eine große Rolle. Im Fußball sind der LASK (schaffte 1965 das Double) und Blau-Weiß-Linz zu nennen, der Eishockey-Verein Black Wings Linz wurde zweimal Meister, während die Handballer von HC Linz schon achtmal den Meistertitel errangen.

Der Verein

wurde 1899 als Linzer Athletik-Sportklub „Siegfried“ gegründet und war anfangs auf Schwerathletik wie Ringen und Gewichtheben ausgerichtet. 1908 kam eine Fußballsektion als LSK (Linzer Sportklub) dazu; 1919 wurde daraus der bis heute existierende LASK mit den Vereinsfarben Schwarz-Weiß. „Die Farben, die uns die Gründerväter gaben“, damit bestehen viele Fans und protestieren seit fünf Jahren gegen die pinken Auswärtsdressen und damit gegen den wachsenden Einfluss des Sponsors BWT. Fußball wurde bald zum wichtigsten Zweig im Verein: 1924 wurde der . Landesmeistertitel erreicht und damit der Rivale Vorwärts Steyr erstmals überholt. 1949/50 gelang der Aufstieg in die A-Liga und der LASK stellte auf Profibetrieb um; an die 10 Jahre wechselten Ab- und Aufstieg ab, ehe die „goldenen Jahre“ folgten: 1962 Zweiter hinter der Austria, 1963 im Cup-Finale, und 1965 erreichte der Verein unter Trainer Frantisek Bufkadas Double – damit war erstmals ein Klub, der nicht aus Wien stammte, Meister. In den 70er und 80er Jahren wechselten erneut Auf- und Abstieg, in den 90er Jahren brachte die Rieger-Affäre (Präsident und Banker) den Verein nahe an den Konkurs; ähnlich verlief es 2011, als der Klub unter Präsident Reichel nahe der Zahlungsunfähigkeit war. Sportlich ging es danach bergauf: 2017 schaffte der LASK unter Trainer Oliver Glasner den Vizemeistertitel. In der Corona-Zeit verstieß Trainer Valerien Ismail gegen die Hygiene-Bestimmungen, und erneut gab es negative Schlagzeilen und 4 Punkte Abzug.

In der letzten Saison wechselten die Trainer: Thomas Darasz, Markus Schopp und Maximilian Ritscher versuchten vergeblich, die Meisterrunde zu erreichen.Im EC-Playoff-Finale gegen Rapid wurde nach einem 3:1 zu Hause die Auswärtspartie 0:3 verloren, und die Linzer standen mit leeren Händen da.

Die Mannschaft

Die ersten Meldungen in der Transferzeit betrafen v.a. Wechsel von Leistungsträgern. Innenverteidiger und Kapitän Philipp Ziereis zog es in die 2. Deutsche Bundesliga zu Greuther Fürth, der rechte Verteidiger Filip Stojkovic landete ebenso in der Thai League bei Buriram Utd. wie der offensive Führungsspieler Robert Zulj. Branko Jovicic dockte in Serbien bei FK TSC BackaTopola an, Ivan Lubic kickt demnächst auf Zypern bei Apollon Limasoll. Während all diese Transfers ablösefrei über die Bühne gingen, spülte Tobias Lawal, der in der nächsten Saison beim KRC Genk in Belgien zwischen den Pfosten stehen wird, über 3 Mill. Euro in die Vereinskasse. Ein eigenwilliger Transfer betrifft den Verteidiger Mobou Keba Cisse. Der 19jährige hat die Vereinspapiere von Aston Villa, bleibt aber noch diese Spielzeit leihweise beim LASK; 5 Mill. Euro soll der Senegalese den Briten wert sein.

Eine echte Verstärkung sollte der kosovarische Defensivmann Art Smakaj sein, der zuletzt in der ersten kroatischen Liga kickte. Verteidiger Kasper Jorgensenspielte bis zum Sommer in der dänischen 1. Liga und landete ebenso beim LASK wie Lukas Kacavenda, der leihweise von Dinamo Zagreb kam. Unter dem neuen Trainerteam rückten viele junge Spieler nach, die in der Vorbereitung eine gute Figur machten.

Trainerteam

Neuer Cheftrainer beim LASK wurde der 36jährigePortugiese Joao Sacramento, der die Erfahrung von vielen Tätigkeiten in einigen Ländern mit Topvereinen mitbringt. So arbeitete er in Frankreich beim AS Monaco und OSC Lille; danach werkte er mit Jose Morinho bei den Tottenham Hotspurs. Zwei Jahre später folgte er dem exzentrischen Trainer zum AS Roma. Danach kehrte er nach Frankreich zurück, war im Stab vonMeister PSG Paris; zuletzt arbeitete er in Katar. Beim LASK ist der exzellente Analytiker und akribische Arbeiter erstmals Cheftrainer. Ihm zur Seite stehen als Co-Trainer Maximilian Ritscher und Abel Pimenta, um die Torleute kümmern sich Philip Großalber und Ricardo Pereira.

Testspiele

Nach dem 7:1 gegen Jednota Trencin ging es in die Summer Series Upper Austria: Hajduk Split wurde mit der folgenden Startelf 2:1 besiegt: Jungwirth – Jörgensen, Bogarde, Andrade, Bello – Coulibaly, Horvath – Danek (79. Usor), Lang, Kacavenda (71. Berisha) – Adeniran. Gegen Union Berlin setzte es eine 0:2 Niederlage; dabei traten die Linzer mit einer komplett veränderten Mannschaft an, nämlich mit SchillingerLebersorger, Cisse (62. Kebe), Boateng (62. Balde), Augustus (84. Midzic) – Sanogo (62. Smakaj), Haider – Usor (46. Pintor), Berisha (72. Tchicamboud), Flecker(K) – Kane (77. Wanker)

Sport-Club – die aktuelle Situation

Der Sport-Club begann früher als die meisten anderen Vereinen mit dem Training. Die Intensität wurde hoch gehalten und dabei wenig Wert auf die Ergebnisse der Testspiele gelegt. Trainer Robert Weinstabl meinte, das Spiel gegen den FAC sei die Generalprobe für die Cuppartie gegen den LASK – sie endete mit einem 0:1, anschließend ging es zu einem Teambuilding-Wochenende mit Mentalcoach Mario Schindler In den Tagen vor dem Match wird an der Taktik gefeilt. Trainer Weinstabl möchte das Hauptaugenmerk auf eine kompakte Abwehr legen, und offensiv will er den Linzern mehr als nur wehtun. Zitat: „Mut ist entscheidend, reines Taktieren hat wenig Sinn.“ Er hofft auf eine Sensation, weil der Sport-Club das schon gegen Austria Lustenau und die Austria geschafft hat und die Gäste zum Zweiten einen neuen Trainer und eine umgekrempelte Mannschaft stellen, und da können zu Saisonbeginn die Mechanismen noch nicht so greifen wie gewollt. Ein wichtiger Faktor wird auch das Publikum sein: Eine volle Hohe Warte wäre eine feine Sache und quasi der 12. Mann!

Vorbereitungsspiele

Wiener Sport-Club

27.6.2025 Testspiel  Wiener Sport-Club – SV Horn   1:3 (0:2)

8.7.2025   Testspiel ASV Siegendorf 1930 – Wiener Sport-Club 1:5 (1:3)

11.7.2025 Testspiel Wiener Sport-Club – Fortuna Wiener Neustadt 2:3 (1:1)

15.7.2025 Testspiel Mattersburger SV 2020 – Wiener Sport-Club 2:1 (1:0)

18.7.2025 Testspiel Wiener Sport-Club – FAC Wien 0:1

LASK

12.7.2025 Testspiel LASKJednota Trencin 7:1 (4:0)

18.7.2025 Testspiel LASKHajduk Split 2:1 (1:1)

19.7.2025 Testspiel LASK – Union Berlin 0:2 (0:1)

Letzte Spiele gegeneinander

3.10.1992  14. Runde  Bundesliga LASK – Wiener Sport-Club   1:1 (1:0)

28.7.1992   2. Runde    Bundesliga Wiener Sport-Club – LASK  3;1 (1:0)

19.11.1988 20. Runde  Bundesliga LASK – Wiener-Sport-Club   1:4 (0:1)

Text: Friedl Schweinhammer

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