Wer schafft den Weg zurück in die Spur?

September 28, 2023
Am Samstag empfängt der Sport-Club den SV Leobendorf; es kommt zum Duell zweier Teams, die zuletzt nicht in Bestform agierten. Die Weinviertler sind Achter, die Hernalser nehmen den 9. Rang ein – beide punktegleich, haben dieselbe Tordifferenz, die Gäste haben allerdings mehr Treffer erzielt. Es geht also für beide Vereine um Wiedergutmachung, um den Anschluss an die erweiterte Spitze zu halten und nicht ins Niemandsland abzurutschen. Die bisherigen Duelle sahen die Dornbacher leicht im Vorteil, man erinnert sich gern an den Herbst 2019, als die Weinviertler auf ihrer Anlage gegen die Schwarz-Weißen in ein 1:6 Debakel schlitterten.

Samstag, 30.9.2023 – 18.00 Uhr/10. Runde RLO
Wiener Sport-Club – SV Leobendorf
Sport-Club-Platz
Schiedsrichter: Manuel Baumann
Assistenten: Njegos Vucanovic, Armin Talic

Die Gemeinde

Die Marktgemeinde Leobendorf besteht aus insgesamt 4 Gemeinden und zählt 5134 Einwohner. Sie liegt im Weinviertel im Bezirk Korneuburg. Wahrzeichen ist die Burg Kreuzenstein, ein beliebtes Ziel von Tagesausflüglern. Die Entfernung nach Hernals beträgt knapp 27 km. Die Heimspiele werden im Franz Haas Stadion, idyllisch unterhalb der Burg Kreuzenstein gelegen, ausgetragen.

Unsere Gäste – der Verein

Die Gründung datiert aus dem Jahr 1933, an Meisterschaften nahm man erst nach Kriegsende, also 1945, teil. Auch da lief wenig glatt: Aufstieg, Abstieg, zwei Jahre ohne Spielbetrieb, ehe ab 1955 diesbezüglich Kontinuität angesagt war. Vom Sportlichen her war man lange Zeit eine „Fahrstuhlmannschaft“. Erst ab 1985/86 wurde der Blick nach oben gerichtet: Meister in der Landesliga, aus der man zweimal abstieg, seit 2011 dort aber zur fixen Größe wurde. 2018 errang man, hauchdünn vor Stripfing, den LL-Titel und stieg in die Regionalliga Ost auf.

Die aktuelle Mannschaft

Im Vorjahr erreichte Leobendorf den 8. Tabellenrang; nur durch eine starke Frühjahrssaison mit 12 Punkten aus den letzten 5 Spielen konnte man das Abstiegsgespenst bannen. Das soll heuer vermieden werden, darum wurde die starke Abwehr gehalten und einiges in die Offensive investiert. Im letzten Spiel – gegen Rapid II – begann folgende Mannschaft: Schwaiger; Fischer, Bartholomay, Hauer, Baldia; Lazarevic, Viertl, Pranjic, Marco Sahanek; Hofer, Miesenböck.

Der Kader umfasst 23 Akteure, davon 2 Legionäre (Lazarevic, Aliloski) mit einem Durchschnittsalter von 24,4 Jahren.

Zugänge

Als „Krachertransfer“ sah man die Verpflichtung von Marco Sahanek an. Der 33jährige wurde bei der Admira ausgebildet, spielte danach auch bei Kapfenberg, Horn, beim FAC und in Stripfing insgesamt 22 BL-Spiele, 220 mal in der 2. Liga; 4 Treffer sind seine jetzige Bilanz. Zweite Offensivverstärkung ist Oliver Pranjic, der von Elektra kam und bisher 5 Treffer erzielte. Als dritte Offensivkraft wurde David Aliloski von Siegendorf verpflichtet. Im Defensivbereich dockten Maximilian Jaindl (Ex-Krems) und Luka Mirkovic (von Donau) an.

Abgänge

Im Gegenzug verließen etliche Stammkräfte den Verein. „Urgestein“ Mario Konrad (40) wechselte nach Stockerau, Albert Kautz verstärkt jetzt Mistelbach, Volkan Düzgün zieht in Traiskirchen im Mittelfeld die Fäden und Bernhard Hahn spielt in der 2. Liga bei Horn.

Ziele und bisherige Spiele

Das erklärte Ziel des Trainerteams unter Coach Sascha Laschet und der Spieler ist ein Platz in den Top 5. In der Rückrunde 2022/23 zeichnete sich eine deutliche Leistungssteigerung schon ab, und die soll durch die Neuverpflichtungen, die bisher alle Erwartungen erfüllt haben, fortgesetzt werden. Der Saisonstart war sensationell: Im Cup ein 3:2 gegen den Zweitligisten Horn, in der RLO in den ersten 4 Runden eine makellose Bilanz und mit 12 Punkten Tabellenführer. Doch dann riss der Faden: In den letzten 5 Spielen gab es einen einzigen Punkt (gegen Marchfeld Donauauen), sonst nur Niederlagen, zuletzt eine 1:4 Heimschlappe gegen Rapid II. Der Grund war für den Sportlichen Leiter Michael Tackner bei den verletzungsbedingten Ausfällen von Bartholomay, Baldia, Miesenböck und Viertl zu suchen. Diese sind jetzt wieder an Bord, und so hofft man, in Dornbach wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren. Vorher gibt es aber mit dem Cup-Schlager gegen Sturm Graz ein Highlight, zu dem man ein volles Haus (1500 ZuschauerInnen) erwartet.

Das Trainerteam

Seit 2017 ist Sascha Laschet Cheftrainer; sein Co-Trainer ist Mario Lipphart, um die Torhüter kümmert sich Jürgen Tupy; das Management liegt in den Händen von Michael Tackner.

Wiener Sport-Club – aktuelle Situation

Die Dornbacher haben turbulente zwei Wochen hinter sich: Zuerst der Abgang von Trainer Robert Weinstabl und die Übernahme seiner Funktion durch das Duo Jürgen Csandl und Denis Kulovits; dann die Partie in Mannsdorf, bei der man die Partie knapp eine Stunde lang beherrschte, aber nach dem Ausschluss eines Gegners (!) die Kontrolle über das Match verlor und mit 1:3 und hängenden Köpfen das Spielfeld verließ. Es gab also danach viel zu tun, um die Gründe aufzuarbeiten, die Spieler wieder aufzurichten und auf den aktuellen Gegner „heiß“ zu machen. Hoffentlich platzt der Knoten, und die Offensive trifft wieder, damit einmal eine Partie ohne Hektik zu Ende gespielt werden kann.

Zuletzt gespielt

Wiener Sport-Club

22.9.2023  9. Runde FC Marchfeld Donauauen – Wiener Sport-Club 3:1 (1:1)

15.9.2022  8. Runde Wiener Sport-Club – SC Wiener Viktoria            1:1 (0:0)

8.9.2022    7. Runde FCM Traiskirchen – Wiener Sport-Club               1:0 (1:0)

SV Leobendorf

23.9.2023  9. Runde SV Leobendorf – Rapid II                        1:4 (1:2)

15.9.2023  8. Runde TWL Elektra – SV Leobendorf                  1:0 (0:0)

8.9.2023    7. Runde  Marchfeld Donauauen – SV Leobendorf 1:1 (0:0)

Letzte Spiele gegeneinander

11.3.2023  16. Runde SV Leobendorf – Wiener Sport-Club 1:0 (0:0)

19.8.2022    4. Runde  Wiener Sport-Club – SV Leobendorf  3:1 (2:1)

18.3.2022  15. Runde  Wiener-Sport-Club – SV Leobendorf  2:3 (0:0)

Text: Friedl Schweinhammer
Foto: Christopher Glanzl

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