Sport-Club holt in turbulentem Finish verdientes Remis

April 29, 2024
Schon nach einer Minute gehen die Hausherren durch Pranjic in Führung. Etliche Ballverluste ermöglichen es den Leobendorfern zu großen Torchancen zu kommen, und bei zweimal Aluminium haben die Dornbacher gehöriges Glück. Knapp vor der Pause hat Oppong noch die Riesenchance auf den Ausgleich, den Schwaiger jedoch vereitelt. Im 2. Abschnitt diktieren die Hernalser die Partie, das Tor fällt allerdings auf der Gegenseite. Botic trifft via Innenstange zum 2:0. Die Schwarz-Weißen legen noch einen Zahn zu, und Gerstl erzielt per Kopf den Anschlusstreffer. Im Finish geht es heiß her: Ein klares Hands führt vorerst nicht zum Elfer, nach einer Attacke an Kerber ist es soweit: Özlesen schießt den Strafstoß wuchtig zum Last-Minute-Ausgleich ein – 2:2 (90+5‘).

Samstag, 27.4.2024 – 17.30 Uhr/25. Runde RLO
SV Leobendorf – Wiener Sport-Club 2:2 (1:0)
Sportplatz Leobendorf, 550 ZuschauerInnen
Schiedsrichter: Raphael Kaiser
Assistenten: Prof. Sami Selami, MedBEd; Sinan Koc

Spielbericht

Beim Sport-Club steht dem Trainer-Duo Merdzic/Csandl mit Ausnahme des verletzten Haas der komplette Stamm des Kaders zur Verfügung: Im Tor steht Prögelhof, vor ihm bilden Pfaffl, Rajkovic, Gusic und Ojukwu die Verteidigung, im defensiven Mittelfeld agieren Berkovic und Özlesen. An den Außenbahnen sind Oppong und Pajaczkowski nominiert, Buzuk ist der offensivste Mittelfeldakteur, und Beljan kommt wieder als Sturmspitze zum Einsatz.

In der Anfangsphase zeigen die Gäste, dass sie nicht umsonst das beste Frühjahrsteam sind: Pass von der Mitte auf die rechte Seite, genaue Hereingabe, und Pranjic verwertet die Flanke in den Rücken der Verteidigung zum 1:0 (1‘). Der Sport-Club macht sich mit unnötigen Ballverlusten das Leben schwer, und die wohl gefährlichste Offensive der Liga (Pranjic, Miesenböck, Sahanek) lanciert v,a, über ihre linke Angriffsseite, wo bei den Dornbachern zeitweise ein großes Loch entsteht, ihre Angriffe. Einmal treffen sie die Stange, einmal die Latte – das hätte auch einen deutlichen Vorsprung ergeben können. Die Angriffe des Sport-Clubs übers Zentrum gelingen selten, da wenige Kopfbälle gewonnen werden und die 2. Bälle zumeist beim Gegner landen. Über die Seiten, v.a. durch Oppong, wird Gefahr erzeugt, allerdings landen die Hereingaben zumeist in den Beinen der Gegner. Die beste Aktion vor der Pause erzeugt Buzuk mit einem Pass auf Oppong, der leider Schwaiger aus guter Position in die Hände schießt.

Nach der Pause kommen Macher, Kerber und Gerstl neu ins Spiel, und – angetrieben von Mirza Berkovic, der überall zu finden ist – übernehmen die Schwarz-Weißen klar das Kommando .Die Hernalser spielen bissig und kommen durch Oppong, Berkovic und Kerber zu drei Hochkarätern, den Treffer erzielt allerdings Botic nach Ballverlust und nachfolgendem Konter, auf der anderen Seite – 2:0 via Innenstange (62‘). Viele Mannschaften hätte jetzt die Flinte ins Korn geworfen, nicht aber der Sport-Club: Kein Aufgeben, weiterhin attraktiver Fußball, nun mit noch mehr Tempo. Ideale Flanke von Kerber auf Gerstl, der per Kopf das 1:2 erzielt (78‘). Die Hausherren kommen noch zu einer großen Chance, die Musik wird aber auf der anderen Seite gespielt: Ein klares Handspiel, trotzdem kein Strafstoß, Hektik und einige gelbe Karten. Danach wieder Dauerdruck auf das Leobendorfer Tor, eine „Dampflok“ namens Oppong, und der Ausgleich wird regelrecht erzwungen: Berkovic-Freistoß per Chip in den Strafraum, Prögelhof (!) leitet den Ball auf Kerber weiter, der klar gestoßen wird, und jetzt gibt es einen Elfmeter. Özlesen verwandelt sicher zum 2:2 (90+5‘).

Der Sport-Club bleibt im 7. Spiel in Folge ungeschlagen, erreicht das dritte Remis in Serie und das gegen Teams, die zu den Top 6 der Liga zählen. Trainer Edvin Merdzic sieht das Remis – entsprechend den beiden Hälften – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Voll des Lobes ist er über seine Elf. „Es herrscht ein unglaublicher Spirit, Jürgen und ich arbeiten mit Top-Charakteren, Top-Menschen, die nie aufgeben, die immer kratzen, beißen, laufen, auch wenn es nicht so gut läuft.“

Aufstellung Wiener Sport-Club: Prögelhof; Pfaffl (45‘ Kerber), Rajkovic, Gusic (K), Ojukwu (74‘ Akrap), Berkovic ; Pajaczkowski (45’ Macher), Özlesen, Buzuk, Oppong; Beljan (45‘ Gerstl).

Aufstellung SV Leobendorf: Schwaiger; Lechner, Bencun, Bartholomay, Hauer; Viertl (71‘ Mirkovic), Botic (76‘ Baldia), Sahanek, Pranjic; Miesenböck; Sprinzer

Torfolge

1:0 (1‘) Oliver Pranjic

2:0 Manuel Botic (62‘)

1:2 Florian Gerstl (78‘)

2:2 Oguzhan Özlesen (Elfmeter, 90+5‘)

Gelbe Karten SV Leobendorf

30‘ Sahanek (Foulspiel)

34‘ Lechner (Unsportlichkeit)

90+5‘ Pranjic (Schiedsrichterkritik)

Gelbe Karten Wiener Sport-Club

48‘ Özlesen (Unsportlichkeit)

85‘ Rajkovic (Foulspiel)

87‘ Gusic (Schiedsrichterkritik)

90+2 Buzuk (Schiedsrichterkritik)

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