Der Sport-Club kann ja doch noch gewinnen!

April 2, 2023
Nach sieben Partien ohne Sieg wollte der Sport-Club unbedingt gegen die neu formierten Siegendorfer den ersten Dreier einfahren und schaffte das auch – mit etwas Mühe und viel Kampfgeist. In der ersten Hälfte verlief das Spiel wie auf einer schiefen Ebene, und das 1:0 durch Lucas Pfaffl war hochverdient. Nach der Pause hatte Siegendorf seine beste Zeit, und Tompte erzielte aus der ersten Chance nach gut einer Stunde den Ausgleich. Die Hernalser rappelten sich nochmals auf, Miro Beljan behielt im 1:1 Duell mit Goalie Mydla die Nerven und erzielte 12 Minuten später den Siegestreffer, der hoffentlich viel Auftrieb für die nächsten Partien gibt.

Freitag, 31.3.2023/22. Runde RLO
Wiener Sport-Club – ASV Siegendorf
Sportclub-Platz, 1261 ZuschauerInnen

Schiedsrichter: Klaus Kastenhofer
Assistenten: Nebi Güclü, Georg Wieder

Spielbericht

Trainer Weinstabl schickt an diesem Abend folgende Elf aufs Feld: Im Tor steht Prögelhof, die Verteidigung bilden Haas, Gusic, Csandl und Pfaffl; vor der Innenverteidigung agiert Dimov im defensiven Mittelfeld. An den Außenbahnen sind  Vucenovic und Beljan nominiert, Andrejevic und Pajaczkowski ergänzen das breit gefächerte Mittelfeld, während Rekirsch die Rolle als  Sturmspitze einnimmt. Berkovic nach wie vor verletzt; Rajkovic, Buzuk, Holzer, Pehlivan und Gerstl nehmen vorläufig auf der Bank  Platz.

Von den ersten Minuten an gibt der Sport-Club den Ton an; gegen den trickreichen Pajaczkowski können sich die Gäste vorerst nur mit Fouls helfen; die Freistöße erzeugen allerdings keine Gefahr. Das gewohnte Positionsspiel unterbricht nur Dimov mit präzisen Passes auf die rechte Seite, weil Gusic bald nach rechts hinten ausweicht, Haas nach vorne rückt und Paja und Vucenovic ihre Tempodribblings lancieren. Die Gäste  verrammeln im Zentrum ihren Strafraum, sodass die Pässe in den Rückraum bzw. die Schussversuche zumeist geblockt werden: Rekirsch 18‘, Andrejevic 24‘, Vucenovic 29‘; bei einem Kopfball von Gusic kann sich Mydla erstmals auszeichnen (30.), ehe die drückende Überlegenheit der Hernalser in ein Tor umgesetzt wird: Angriff über rechts über Andrejevic und Pajaczkowski, flacher Pass zurück, Pfaffl sprintet in den Strafraum und erzielt das erlösende 1:0 (37‘). Bis zur Pause ändert sich an der Spielcharakteristik so gut wie nichts. Die Gäste kommen mit offensivem und aggressivem Auftreten aus der Kabine zurück. Tompte dribbelt sich erstmals durch, und Prögelhof wirft sich in seinen Stanglpass (56‘). Die Gäste tauschen in 3 Minuten dreimal, während sich die Hernalser auf vereinzelte Konter beschränken. Der Ausgleich fällt knapp nach einem Doppeltausch der Schwarz-Weißen. Der ansonsten eher unauffällige Wydra spielt von links in den Torraum, und Tompte staubt ab – 1:1 (67‘). Der Sport-Club erfängt sich nur langsam, übernimmt aber ca. ab der 75. Min. das Kommando. Andrejevic spritzt in einen Pass der Siegendorfer, spielt direkt zu Beljan, der seine ausgezeichnete Leistung mit einem überlegten Abschluss krönt – 2:1 (78‘). Die Gäste spielen jetzt „Alles oder nichts“ und versuchen es mit langen Bällen ins Zentrum, wo aber Csandl, Gusic & Co nichts anbrennen lassen. Einzig in Minute 85 muss sich Prögelhof gehörig strecken, um den Ausgleich vereiteln.  Ansonsten kontern die Dornbacher v.a. über die linke Seite, wo der eingewechselte Gerstl und Beljan viel Laufarbeit leisten; die letzte Chance hat Miro, der  aus spitzem Winkel gefährlich abzieht, aber Mydla wehrt zur Ecke ab.

Fazit

Wer am Freitag an lautes Donnergrollen, verursacht durch ein Gewitter oder Erdbeben glaubte, lag falsch: Es waren all die Steine, die den Hernalser Spielern und Funktionären vom kummerbeladenen Herzen geplumpst sind bzw. die Fans auf der Friedhofstribüne, die mit ihrem Support den Spielern den letzten Motivationsschub gegeben haben. Dementsprechend groß war die Erleichterung und Zufriedenheit auch bei Trainer Robert Weinstabl: „Es war in der 1. Hälfte eine sehr gute Leistung, wir sind im Ballbesitz dominant aufgetreten. Der einzige Vorwurf, den wir uns machen können, ist, nur 1:0 geführt zu haben. Wir hätten auch das 2:0 oder 3:0 erzielen können, weil wir ein paarmal sehr gut über die Seiten, v.a. die rechte, drüber gekommen sind, aber wir haben uns mit dem Tore-Schießen schwer getan und prompt – aus dem Nichts heraus – den Ausgleich bekommen. In den letzten 20 Minuten war der Antrieb da, der unbedingte Wille, das Spiel gewinnen zu wollen. Der Sieg war aufgrund der 90 Minuten verdient – Gratulation an die Mannschaft, die sich endlich belohnt hat! Es war ein extrem wichtiger Erfolg, der uns in dieser Situation sehr gut tut.“ Ganz konträr sieht die Situation in Siegendorf aus. Nach der Verpflichtung von 10 neuen Spielern waren die Ansprüche von Präsident Peter Krenmayr sehr hoch. Schon nach der Partie gegen Krems sprach er von einer katastrophalen Leistung und von einem Angsthasenfußball. Ähnlich mutlos trat die Jusits-Elf allerdings auch in den ersten 45 Minuten in Dornbach auf, obwohl sich der Präsident ein ganz anderes Auftreten und einen Punktegewinn erwartet hatte.

Aufstellung Wiener Sport-Club: Prögelhof; Haas, Gusic, Csandl, Pfaffl; Dimov (K); Vucenovic (65. Rajkovic), Pajaczkowski (83. Gerstl), Andrejevic (90. Buzuk), Beljan; Rekirsch (65. Holzer).

Aufstellung ASV Siegendorf: Mydla; N. Alozie, Zeco, Nesovic (81. Alak), Martinov (61. Schmiedl);  Frithum (58. Bacher), Wydra, Secco; Buliga, Tompte, Stursa (58. Jani).

Torfolge

1:0 Pfaffl (37‘)
1:1 Tompte (67‘)
2:1 Beljan (78‘)

Gelbe Karte Wiener Sport-Club

74‘ Holzer (Foulspiel)

Gelbe Karten ASV Siegendorf

80’ Secco (Unsportlichkeit)
90‘ N. Alozie (Foulspiel)
90+3‘ Alak (Schiedsrichterkritik)

Spielbericht: Friedl Schweinhammer
Foto: Christopher Glanzl

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