Sport-Club will den Aufwind nützen
Klarer Favorit im Heimspiel gegen FC Stadlau

April 8, 2019

Letzte Woche hieß es in der Regionalliga Ost zweimal David gegen Goliath: Der Sport-Club trat auswärts gegen Mauerwerk an, während Stadlau zu Hause Tabellenführer Ebreichsdorf empfing. Die Dornbacher fügten den Gastgebern deren zweite Saisonniederlage zu und rissen sie aus den letzten Titelträumen (Ebreichsdorf liegt 5 Punkte voran und verfügt über das weitaus bessere Torverhältnis), hingegen setzte es für die Elf von Trainer Slawik eine 0:4 Pleite, die noch höher hätte ausfallen können.
Nimmt man den Tabellenstand, die Partie im Herbst und diese zwei Spiele als Maßstab, gehen die Schwarz-Weißen als klarer Favorit ins Match. Aber Vorsicht: Die junge Stadlauer Mannschaft war eine Woche zuvor gegen Mauerwerk bissig, lauf- und zweikampfstark und gab nur aufgrund von mangelnder Routine die Partie aus der Hand.

Freitag,12.04.2019 – 19.30 Uhr | 22. Runde RLO
Wiener Sportclub: FC Stadlau

Sportclub-Platz

Schiedsrichter: Patrick Koscielnicki
Assistenten: Hubert Nowotarski, Mate Ruzicska

Vorschau

Der SC Stadlau, in der Schlusstabelle der Saison 2017/18 nach einer erfolgreichen Frühjahrsserie auf dem 10. Rang klassiert, wollte im Herbst an diesen Trend anschließen. Nach zwei Unentschieden in der Startphase setzte es gegen Aufsteiger Leobendorf mit 2:6 eine herbe Klatsche, von der sich die Mannschaft von Trainer Thomas Slawik nicht mehr erholte. In der gesamten Herbstrunde konnte kein einziger Sieg eingefahren werden, selbst im Kellerduell mit dem Letzten aus Schwechat stand ein enttäuschendes 0:0 zu Buche; die meisten Tore erhalten, nach Schwechat die zweitwenigsten Treffer erzielt – diese statistischen Werte sprechen Bände. In der vorgezogenen ersten Frühjahrsbegegnung gegen Neusiedl/See gab es erstmals strahlende Gesichter bei den Blau-Weißen. Das deutliche 4:0 machte Hoffnung und Mut, dass eine Aufholjagd wie im Vorjahr folgen könnte. Da die finanziellen Mittel nach wie vor begrenzt sind, hob sich die Zahl der Ab- und Zugänge in der Übertrittszeit praktisch auf. Von Mauerwerk kam Aleksandar Milenkovic, der die Abwehr stabilisieren soll. Ozan Yavuz (vormals Neusiedl/See) soll auf der Außenbahn gemeinsam mit dem Ex-Amstettner Imran Sadriu für mehr Angriffsschwung sorgen und damit Danijel Klaric, der zu Traiskirchen wechselte, ersetzen. Der Ex-Dornbacher Peter Schützenhofer verließ den Verein und wechselte in die Wiener Stadtliga zu Austria XIII. Für Thomas Slawik war klar, dass sich die Mannschaft in allen Belangen verbessern müsse, um das Wunder, auf einen Nichtabstiegsplatz zu gelangen, zu schaffen: Konzentration in der Abwehr, um nicht leichtfertig Treffer zu bekommen, aber auch Effizienz vor dem gegnerischen Tor, um Spiele nach Hause zu bringen. Bisher gelang das nicht: Ein einziger Punkt wurde erreicht, wobei man gegen Mattersburg (A) eine 2:0 Führung noch aus der Hand gab. Aufgeben will man im 22. Bezirk aber noch lange nicht, denn nach den Großkalibern Ebreichsdorf, Mauerwerk und Leobendorf stehen jetzt Matches gegen vermeintlich leichtere Gegner auf dem Programm. Da die Routiniers Benjamin Neckam, Andreas Bauer und Gabriel Bayer zuletzt nicht mehr regelmäßig zum Einsatz kamen, war kein Akteur mehr über 25 Jahre alt.

Beim Sport-Club hing nach dem Erfolg gegen Mauerwerk der Himmel voller Geigen; dementsprechend ausgelassen wurde die Mannschaft nach Spielschluss von den vielen mitgereisten Anhängern auch gefeiert. Es war der erste Sieg gegen den Retorte-Club und eine gelungene Wiedergutmachung nach der Heimniederlage gegen Mattersburg (A).
Auffallend war, wie die Dornbacher auf den Rückfall in der 1. Hälfte (nach einer souveränen Anfangsphase überließ man dem Gegner die Initiative) reagierte. Kontrollierte Offensive mit dem Führungstreffer, danach gefährliche Konter aus einer gesicherten Defensive heraus. Dabei war es wichtig, dass Goalgetter Kara immer zwischen zwei großgewachsenen Verteidigern abgeschirmt wurde und so – trotz immenser Anstrengungen – wenig Wirkung erzielte. Obwohl das für Csandl, Hayden und Dimov Schwerstarbeit war, schalteten sie sich im 2. Abschnitt auch in den Angriff ein, wodurch sich die Partie abwechslungsreich und spannend gestaltete.

Wenn man gegen Stadlau ähnlich konzentriert zu Werke geht wie im 2. Spielabschnitt gegen Mauerwerk, dann sollten die Hernalser als Sieger vom Platz gehen!

Zusatzinformationen

Zuletzt gespielt:

Wiener Sport-Club
05.04.19 RLO 21. Runde FC Mauerwerk : Wiener Sport-Club 1:2 (1:1)
29.03.19 RLO 20. Runde Wiener Sport-Club : Mattersburg Amateure 1:2 (0:1)
23.03.19 RLO 19. Runde SV Sparkasse Leobendorf : Wiener Sport-Club 1:1 (1:0)
FC Stadlau
06.04.19 RLO 21. Runde FC Stadlau : ASK Ebreichsdorf 0:4 (0:1)
30.03.19 RLO 20. Runde FC Stadlau : FC Mauerwerk 1:3 (1:1)
23.03.19 RLO 19. Runde FC Stadlau : Mattersburg Amateure 2:2 (1:0)
Letzte Spiele gegeneinander
15.09.18 RLO 2018/19 FC Stadlau : Wiener Sport-Club 2:3 (1:2)
15.05.18 RLO 2017/18 FC Stadlau : Wiener Sport-Club 1:3 (0:1)
18.08.17 RLO 2017/18 Wiener Sport-Club : FC Stadlau 1:3 (1:0)

Links:
Fußball Online Datenservice
FC Stadlau
weltfussball.at – die Bilanz der direkten Begegnungen

Das Spiel im Live-Stream

Mehr zum Thema​

Saisonauftakt gegen SC Retz verschoben

Der langersehnte Saisonauftakt gegen den SC mibag Retz am Freitag, 20. Februar, muss witterungsbedingt verschoben werden. Sobald wir nähere Informationen haben, melden wir uns mit einem Ersatztermin.

Flügelpower und Mittelfeldmotor im Doppelinterview

Mit frischer Energie und großen Zielen startet der Wiener Sport-Club in die Rückrunde. Zwei Rückkehrer beziehungsweise Neuzugänge stehen dabei besonders im Fokus: Samuel Oppong und Konstantin Kerschbaumer. Im Doppelkurzinterview sprechen die beiden über ihren Spielstil, ihre Beweggründe. für den WSC zu spielen, und ihre Vorfreude auf das neue Stadion.