Marchfeld Donauauen als klarer Favorit

November 8, 2024
Am Samstag hat der Sport-Club im letzten Heimspiel der Herbstsaison den FC Marchfeld Donauauen zu Gast. Die Mannschaft aus Mannsdorf hat eine solide Spielzeit hinter sich und liegt derzeit mit 26 Zählern auf dem 3. Rang; sie folgt dem Führungsduo aus dem Burgenland dicht auf den Fersen, gerade einmal zwei Punkte hinter Oberwart und einen hinter Neusiedl. Beim Sport-Club fand die Berg- und Talfahrt leider eine Fortsetzung, und wieder einmal ist Wiedergutmachung angesagt, um einen versöhnlichen Saisonabschluss zu erreichen. Nach der Papierform ist der Gast Favorit, die bisherigen Partien zeigen ebenfalls ein leichtes Plus für ihn, aber vielleicht setzen die Schwarz-Weißen endlich einmal ihre Qualitäten voll um.

Samstag, 9.11.2024 – 13.00 Uhr/15. Runde RLO
Wiener Sport-Club – FC Marchfeld Donauauen
Sport-Club, Trainingszentrum
Schiedsrichter: Roland Braunschmidt
Assistenten: Sinan Koc, David Kruisz

Unsere Gäste – Ort und Verein

Die Gemeinde Mannsdorf an der Donau liegt im südlichen Marchfeld im Bezirk Gänserndorf, 11 km von der Wiener Stadtgrenze entfernt; zum alten Stadion in Dornbach beträgt die Distanz 32,4 km. Spielstätte ist das Aulandstadion mit einem Fassungsvermögen von 1000 Zuseher*innen. Die Anfänge des Vereins liegen im Jahr 1947, ein kontinuierlicher Spielbetrieb ist erst ab 1985 festzustellen. 2003 wurde er Meister der 2. Klasse Marchfeld, und von da an ging es stetig bergauf. 2016 errang der Klub den Titel in der 1. NÖ. Landesliga, verbunden mit dem Aufstieg in die RLO, aus der er kaum mehr wegzudenken ist. Sukzessive Verbesserungen der Infrastruktur, 2018 Fusion mit dem SC Groß-Enzersdorf, einige Umbenennungen, ehe die Marke „Marchfeld“ die Pole Position im Bezirk signalisieren sollte – auch wenn Stripfing derzeit in der 2. Bundesliga spielt.

Die aktuelle Mannschaft

Der Kader weist 23 Akteure auf, deren Altersdurchschnitt bei 24,9 Jahren liegt. Insgesamt 6 Legionäre machen einen Schnitt von 26,1 Prozent aus. Im Heimspiel gegen Gloggnitz begann folgende Formation: Zocher; Lovric, Nowotny, Oroshi, Gluhakovic, Helic; Tegeltija, Bajrami; Meister, Tanzmayer, Mihajlovic.

Abgänge

Der Ex-Dornbacher Corvin Aussenegg, im Marchfeld zum Außenverteidiger umgeschult, wechselte zum Ligakonkurrenten Siegendorf; Wandervogel Philip Kurz verstärkt heuer das offensive Mittelfeld von SV Mauer, Daniel Markl zeigt in Neusiedl seine Goalgetterqualitäten, und Joel Richards ist derzeit im schwarz-weißen Dress zu sehen.

Zugänge

Die Abgänge wurden mit Neuverpflichtungen im Maßstab 1:1 kompensiert. Mit Stefan Auer von Siegendorf und Amar Helic von Traiskirchen wechselten zwei Außenverteidiger ins Marchfeld, die auf Anhieb zu Stammspielern wurden. Von Donaufeld kam der schusskräftige Mittelfeldspieler Tegeltija, und mit Tanzmayer (bisher 4 Treffer)  von der Vienna und Michajlovic (hält bei 6 Toren) vom FavAC dockten zwei Topstürmer in Mannsdorf an. Der junge Torhüter Kilian Scharner (U 18-Nationalspieler) wurde als Back-Up für den Einser-Goalie Zocher geholt.

Bisherige Spiele

Im ÖFB-Cup war zwar nach einem 1:3 gegen die Vienna Endstation, der RLO-Start verlief allerdings zufriedenstellend. In der 12. Runde setzte es gegen Traiskirchen die einzige Niederlage. Hohe Siege wurden gegen Siegendorf, die Wiener Viktoria und gegen Neusiedl (mit 3:0) eingefahren, sodass die Mannschaft stets im Spitzenfeld zu finden war und noch immer die Chance auf den Herbstmeistertitel hat. Für einen Aufstieg in die 2. Bundesliga gibt es einen Dreijahresplan, der v.a. die Infrastruktur betrifft. Der sportliche Leiter Ernst Baumeister nennt u.a. eine verbesserte Flutlichtanlage, die Vergrößerung des Spielfeldes und der Kabinen. Damit will er den umgekehrten Weg von Stripfing gehen, wo die diesbezüglichen Anforderungen nach wie vor hinausgezögert werden.

Trainerteam

Im Sommer wurde ein im Fußball seltener Trainertausch durchgeführt: Meistermacher  Christoph Knirsch verließ Mauer und kam ins Marchfeld, Hannes Friesenbichler ging genau den umgekehrten Weg. Co-Trainer ist Thomas Keller, Tormanntrainer blieb Herbert Gundacker, als Sportdirektor zieht Ernst Baumeister die Fäden.

Wiener Sport-Club – aktuelle Situation

Beim Tabellenzweiten Neusiedl am See zu verlieren ist sicherlich keine Malaise, schließlich ist diese Mannschaft mit jener, die im Vorjahr noch gegen die Dornbacher 0:6 unterging, nicht zu vergleichen. Ärgerlich ist jedoch das „Wie“: Das 0:1 wurde noch egalisiert, nach dem 1:2 einige große Chancen vergeben, und in der Nachspielzeit untergegangen. Dieses de´ ja`-vu kennt man von einigen anderen Partien zur Genüge, aber wie soll man es ändern? – Hoffen wir, dass das Trainerteam an den richtigen Schrauben dreht, dass Gusic als Routinier in der Abwehr wieder zur Verfügung steht und dass die Hernalser – diesmal als klarer Außenseiter – von ihren Gegner im Unterbewusstsein unterschätzt werden und einen passablen Herbstausklang schaffen.

Zuletzt gespielt

Wiener Sport-Club

31.10.2024 14. Runde SC Neusiedl am See – Wiener Sport-Club 4:1 (1:1)

26.10.2024 13. Runde Wiener Sport-Club – SR Donaufeld            2:2 (1:1)

19.10.2024 12. Runde Favoritner AC – Wiener Sport-Club            4:2 (1:1)

FC Marchfeld Donauauen

1.11.2024   14. Runde FC Marchfeld – SV Gloggnitz          3:1 (1:1)

26.10.2024 13. Runde SC Wiener Viktoria – FC Marchfeld 0:4 (0:2)

18.10.2024 12. Runde FC Marchfeld – FCM Traiskirchen  2:3 (0:2)

Letzte Spiele gegeneinander

19.4.2024  18. Runde Wiener Sport-Club – FC Marchfeld  1:1 (1:1)

22.9.2023    3. Runde FC Marchfeld – Wiener Sportclub    3:1 (1:1)

16.4.2023  18. Runde Wiener Sport-Club – FC Marchfeld  3:1 (1:0)

Text: Friedl Schweinhammer

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