1:3 gegen eiskalt konternde Kremser

April 7, 2026
Nach den 8 Punkten in den ersten vier Runden gab es für den bis dato unbesiegten Sport-Club ein böses (Frühlings-)Erwachen: Die fünftplatzierten Gäste aus Krems gewannen glatt mit 3:1. Sie gingen bald durch ein Kopftor von Temper mit 1:0 in Führung, gegen das die Dornbacher vergeblich ankämpften. Tabakovic erhöhte unmittelbar nach der Pause auf 2:0, und Kiedl machte mit seinem Kopftor zum 3:0 den Sack endgültig zu. Der eingewechselte Griebus erzielte knapp vor Schluss den Ehrentreffer zum 1:3.

Freitag, 3.4.2026 – 19.30 Uhr/25. Runde RLO
Wiener Sport-Club – Kremser SC/Rehberg 1:3 (0:1)
WFV-Hirschstetten, 555 ZuschauerInnen
Schiedsrichter: Arif Erdem
Assistenten: Emrah Dinleyici, Richard Szombati

Spielbericht

Trainer Rapp schickt folgende Elf aufs Feld: Im Tor steht Steiger, die Verteidigung bilden Pfaffl, Kapitän Gusic, Ivkic und Grubesic; Berkovic und Akrap agieren im defensiven Mittelfeld. An der rechten Außenbahn ist Oppong  nominiert, Radulovic als Spielmacher im zentralen Mittelfeld, Wunsch als hängende Spitze auf der linken Seite, während Pecirep als  Sturmspitze beginnt.

Die Partie setzt ohne viel Abtasten ein, und Krems erwischt den besseren Start, lanciert mit einem Mix aus Kurzpassspiel und langen Flanken in den Strafraum die ersten Angriffe. Damit sind die Gäste bald erfolgreich: Kapitän Koglbauer setzt eine weite Hereingabe von links, und Dauer(b)renner Temper köpfelt gegen die Laufrichtung von Steiger zum 0:1 ein (11). Die Dornbacher werden daraufhin aktiver, sind aber spätestens am 16er mit ihrem Latein am Ende. Ausnahme ist ein Freistoß von Berkovic, der von der Oberkante der Querlatte ins Torout geht – Riegler wäre ohne Chance gewesen (21). Die Hernalser verstärken ihre Offensive, auch die Außenverteidiger schalten sich in die Angriffe ein: Langer Pass von Gusic auf Pfaffl, der kann den schwierigen Ball aber nicht verarbeiten ((26‘). Die nächste Großchance geht von Radulovic aus, dessen Querpass Akrap in den Lauf von Berkovic schlägt; der köpfelt jedoch alleinstehend deutlich neben das Tor (33‘). Zwei Minuten später wird Pecirep im Strafraum angespielt, macht sich geschickt zweimal Luft zum Abschluss, der wird aber von seinem doppelten Schatten (Eggenfellner, Drljepan) zweimal geblockt.

Auch der zweite Abschnitt beginnt temporeich: Einerseits prüft Radulovic Torhüter Riegler, dann schließt Oppong ab, ein Treffer hätte aber wegen Abseits ohnehin nicht gezählt (51). Mit einem langen Pass auf Tabakovic leitet Pemmer die Schlüsselszene der Partie ein: Ivkic will mit dem Kopf klären, der Angreifer bringt mit relativ hohem Fuß den Ball vorbei und düpiert Steiger mit einem Abschluss genau ins lange Eck (55‘). Foul oder nicht Foul? Ivkic holt sich wegen Kritik die gelbe Karte; mit einem robusten Angehen hätte er die Chance wahrscheinlich vereiteln können. In der Folge setzt v.a. Radulovic mit genauen Diagonalpasses Akzente, und Grubesic kommt mehrmals zu Flanken, doch die Gäste sind im Zentrum unantastbar. Ein weiterer Konter bringt die endgültige Entscheidung: Fehlpass im Mittelfeld, fünf Kremser stürmen Richtung Tor, Koglbauer gibt seinen zweiten Assist über den Rest der Restverteidigung, und Kiendl vollendet per Kopf zum 0:3 (74). Beim Sport-Club ist jetzt die Luft draußen, und Krems verwaltet den Vorsprung, ehe der eingewechselte Youngster Marcel Griebus einen Fehler des zurück beorderten Temper ausnützt und mit einem scharfen Flachschuss das 1:3 erzielt (88‘).

Fazit

Die erste Niederlage im Frühjahr tut aus mehreren Gründen weh. Einerseits präsentierte sich Krems als homogene Mannschaft ohne große Schwächen, aber auch nicht als unbezwingbares Topteam; gegen die Hernalser reichten eine optimale Chancenauswertung und eine konsequente Abwehrleistung, während die Schwarz-Weißen mehr Ballbesitz aufwiesen, aber weder konsequent Richtung Tor drückten, noch die Möglichkeiten nützen konnten. Je länger das Spiel dauerte, desto weniger kam man hinter die letzte Abwehrreihe der Gäste. Manche Beobachter sprachen nach dem 0:2 von einer gewissen Resignation und dem Fehlen eines Aufbäumens gegen die drohende Niederlage. Nach den Montag-Partien war noch ein negativer Aspekt zu konstatieren: der FavAC, der eine starke Form aufweist, Retz und Neusiedl am See haben im Kampf gegen den Abstieg mit Siegen aufgezeigt, sodass der Sport-Club in den nächsten Spielen wieder punkten sollte, um diese Sorgen loszuwerden. Sektionsleiter David Krapf-Günther, der den vergebenen Chancen bei weitgehender Spielkontrolle nachtrauert, bringt es auf den Punkt: „Wir müssen Krems zum effizienten Spiel gratulieren, aber wir müssen als Mannschaft einfach konsequenter agieren.“

Aufstellung Wiener Sport-Club: Steiger; Pfaffl (62‘ Tütünci), Ivkic, Gusic, Grubesic; Berkovic (72‘ Aichinger), Radulovic, Akrap; Oppong (84‘ Griebus), Wunsch; Pecirep.

Aufstellung Kremser SC: Riegler; Koglbauer (90+5 Bonchis), Eggenfellner, Drljepan, Alexiev; Neumayer (90+5 Pihringer), Seidl; Pemmer (65‘ Kiedl), Ambichl (89‘ Koppensteiner); Temper, Tabakovic (65‘ Starkl).

Torfolge

0:1 Simon Temper (11‘)

0:2 Haris Tabakovic (55‘)

0:3 Kiedl (74‘)

1:3 Griebus (88‘)

Gelbe Karten Wiener Sport-Club

55’ Ivkic (Kritisieren)

62‘ Pfaffl (Unsportlichkeit)

70‘ Radulovic (Kritisieren)

Gelben Karten Kremser SC

48‘ Seidl (Unsportlichkeit)

57‘ Riegler (Unsportlichkeit)

Text: Friedl Schweinhammer
Foto: Thomas Flixeder

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