In der Endphase der Vorbereitung kann der Wiener Sport-Club am Dienstagabend gegen den SV Stockerau einen souveränen 7:0-Sieg einfahren. Die Niederösterreicher spielen schon seit einigen Jahren fünftklassig, in der nun abgebrochenen Saison belegte man zuletzt den dritten Platz. Stockerau war bis zur Jahrtausendwende 30 Jahre lang zweit- und drittklassig, der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist auch unmittelbar mit dem WSC verknüpft: 1991 gelang der sensationelle ÖFB-Pokalsieg, dabei bezwang man im Halbfinale den Sportclub mit 1:0. Bis heute eine bittere Pille für viele Fans der Schwarz-Weißen, hatte man doch zuvor unter anderem mit Austria Wien und Austria Salzburg Spitzenteams ausschalten können und kam einer Finalteilnahme nie wieder so nahe. Das letzte Duell fand aber noch im August vergangenen Jahres statt: Der Sportclub gewann das Vorbereitungsspiel am Sportclub-Platz mit 3:2.

Trainer Weinstabl vertraut für dieses Spiel dem bewährten Spielsystem und stellt Florian Prögelhof im Tor auf, neben Luka Gusic spielt Nenad Vasiljevic in der Innnverteidiigung, auf den Außen rechts Philipp Haas und links Igor Klaric. Im Mittelfeld agieren Kapitän Philip Dimov, Jakov Josic und Ivan Andrejevic, auf den Außen wechseln sich links und rechts Miroslav Beljan und Martin Pajaczkowski ab. Ganz vorne stürmt Corvin Aussenegg.

Bei hohen Temperaturen tasten sich beide Teams zunächst ab, auch wenn der Sport-Club früh die tonangebende Mannschaft ist, kann sich zunächst Florian Prögelhof in der 14. Minute auszeichnen, er läuft einem angreifenden Spieler der Stockerauer entgegen und kann seinen Schuss weggrätschen. Danach macht der WSC ernst: In der 17. Minute erzielt Josic aus zentraler Position nach Vorbareit von Beljan das 1:0, zwei Minute später legt Beljan erneut auf, diesmal scheitert Pajaczkowski knapp. In der 21. Minute dann das 2:0 durch Dimov, der mit einem schönen Distanzschuss ausnutzen kann, dass der gegnerische Torhüter zu weit aus dem Tor kommt. Vier Minuten später erhöht Aussenegg auf 3:0, danach haben die Niederösterreicher mit einem Lattenknaller ihre beste Chance. In der 36. Minute legt Pajaczkowski schön für Aussenegg auf, der umkurvt den Keeper und schiebt zu seinem zweiten Treffer ein. Mit dem Halbzeitpfiff kann Pajaczkowski dann selbst noch zum 5:0 nachlegen und sich für eine gute Leistung belohnen.

Zur zweiten Halbzeit kommen dann Csandl für Gusic, Pfaffl für Haas, Berkovic für Dimov, Küssler für Pajaczkowski sowie Kriwak für Andrejevic, wobei Aussenegg sich fortan ins Mittelfeld zurückfallen lässt. Die erste gute Chance hat Josic, dessen Schuss von einem gegnerischen Spieler noch für den geschlagenen Keeper weggegrätscht werden kann. In der 59. Minute erzielt Rene Kriwak per Kopf das 6:0, einige Minuten später bringt Trainer Weinstabl Philip Buzuk für Aussenegg. Buzuk wird bei seiner ersten Aktion in zentraler Position rund 25 Meter vor dem Tor gefoult, den fälligen Freistoß verwandelt Beljan direkt. Fünf Minuten später gehen auch Josic, Klaric und Beljan, neu ins Spiel kommen Tizian Bender, Aleksandar Petruljevic und Mohamed Shousha. Küssler, Petruljevic, Shousha und Berkovic haben zwar noch Möglichkeiten, am Ende bleibt es aber bei dem auch in dieser Höhe verdienten 7:0-Sieg.

Am Freitag kommt es dann zum Höhepunkt der Vorbereitung: Der Zweitligist Grazer AK wird um 18:00 Uhr am Sportclub-Platz empfangen, für die Fans ist der Eintritt frei. Eine Woche vor der Partie gegen den Wolfsberger AC im ÖFB-Cup und dem ersten Pflichtspiel nach mehr als 250 Tagen wollen sich die Spieler nochmal empfehlen und ähnliches dürfte für die Profis des GAK gelten. Die Grazer müssen im Pokal bei St. Anna im steirischen Derby antreten, eine Woche später beginnt für sie dann die 2. Liga.