Der Sport-Club hat seiner heurigen Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Der SV Stripfing, Favorit in der Meisterschaft und damit auch in diesem Heimspiel, konnte die Abwehr der Hernalser selten in Verlegenheit bringen. Hirschhofer und Beljan erzielten noch vor der Pause zwei Treffer aus fast identer Position, während die Hausherren einen Elfmeter vergaben. In der 2. Hälfte spielte die Weinstabl-Elf den Vorsprung routiniert nach Hause. Einziger Wermutstropfen: Kapitän Philip Dimov musste per Tragbahre vom Platz und dürfte eine schwere Verletzung erlitten haben.

Samstag, 3.10.2020 – 16.30 Uhr/7. Runde RLO
SV Stripfing/Weiden – Wiener Sport-Club 0:2 (0:2)
Sportplatz SV Stripfing, 200 ZuschauerInnen

Schiedsrichter: Fatih Tekeli
Assistenten: Paul Buchecker, Ermin Bukvic

Spielbericht

Trainer Weinstabl schickt sein Team mit folgender Aufstellung aufs Feld: Prögelhof im Tor, vor ihm verteidigen Haas und Hayden an den Seiten, die Innenverteidigung bilden Gusic und Csandl. Im defensiven Mittelfeld sind Buzuk und Dimov aufgeboten, den offensiven Part nimmt Todoroski ein. An den Flügeln spielen Beljan und Küssler, während Hirschhofer als Spitze gesetzt ist.

Die Dornbacher spielen im 1. Abschnitt gegen den zumeist heftigen Wind und sind auf Sicherheit bedacht, während Stripfing mehr Ballbesitz hat und zu einer ersten Chance kommt: Alaca lässt sich aber vom geschickt herauslaufenden Prögelhof den Ball abluchsen (3). Auf der anderen Seite kombinieren sich Todorski und Hirschhofer durch, den Abpraller erwischt Hayden, schießt aber am langen Eck vorbei (7. Min.). In der ominösen 13. Minute bleibt Kapitän Philip Dimov nach einem Zweikampf am Boden liegen und muss vom Feld getragen werden; für ihn kommt Andrejevic (14. Min.). Die Hausherren sind offensiv, kommen aber kaum gefährlich vor Prögelhofs Tor. Hirschhofer presst an, nimmt Popp den Ball ab, Grozdic attackiert nicht und da Keeper Sadilek auf der Linie wartet, sucht er sich das Eck aus und netzt souverän zum 1:0 ein (31. Min.). Nach einem weiten Pass reklamiert die Sport-Club-Abwehr Abseits, Frank läuft auf Prögelhof auf, und Schiri Tekeli gibt einen mehr als fragwürdigen Elfmeter. Frank tritt selbst an und trifft nur die Außenstange (33. Min.). Besser macht es Beljan auf der anderen Seite. Er dribbelt sich halblinks elegant zwischen Popp und Güclü in den Strafraum, „Gurkerl“ inklusive, und ähnlich wie beim 1. Treffer wird der Linien-Goalie Sadilek von Miro passiert. 2:0 nach 40 Minuten. Kurz darauf spritzt Hirschhofer in einen Stanglpass von Beljan, aber Grozdic rettet in letzter Sekunde.

Stripfings Trainer Kleer reagiert in der Pause mit einem Doppeltausch: Ziger und Sahintürk kommen für Popp und Balzer. Trotz neuem Elan der Blau-Gelben steht die Dornbacher Abwehr bombensicher. Hirschhofer gewinnt neuerlich einen Pressball, diesmal gegen Goalie Sadilek, den Abpraller setzt Beljan knapp übers Tor (54. Min.). Nach einer Stunde wirft Stripfing, angetrieben von Nico Löffler,  alles nach vorne, ohne gefährlich zu werden. Die einzige sehenswerte Aktion ist ein Volley-Aufsitzer von Löffler, Prögelhof sieht den Ball sehr spät, dreht ihn aber noch ins Torout (70. Min.). Der Sport-Club verlegt sich aufs Kontern, wobei der eingewechselte Klaric mit einem tollen Linksschuss Sadilek zu einer Glanztat zwingt (85. Min.). Weil Buzuk & Co das Zentrum zumachen, probieren es die Stripfinger mit Flanken, aber da ist Gusic eine Macht; die zweite Option sind Weitschüsse, die entweder das Ziel verfehlen oder eine leichte Beute für Prögelhof sind, der im 6. Spiel das dritte Shutout verbucht.

Fazit: In allen vier Pflichtspielen (inkl. Cup) gingen die Stripfinger als Sieger vom Platz. Die Dornbacher setzten dieser Serie mit einer reifen Leistung ein Ende. Eine kompakte Abwehr mit einem ausgezeichneten Zweikampfverhalten durchkreuzte immer wieder die Bemühungen der verzweifelt angreifenden Hausherren. Des Öfteren folgte ein blitzschnelles Umschalten und – wie bei den zwei Treffern – Ruhe und Effizienz beim Abschluss. Dieser Zwei-Tore-Vorsprung wurde in der zweiten Hälfte klug und abgebrüht verwaltet. Man ging kein wie immer geartetes Risiko ein, ohne sich im eigenen Strafraum zusammendrängen zu lassen. Dann wiederum leitete Gusic mit einem Sprint übers halbe Feld einen Konter ein, ohne dass dadurch die Abwehr entblößt wurde. Natürlich war der Spielverlauf glücklich: Knapp nach dem 1:0 der Elfmeter an die Stange, und statt des Ausgleichs stellte Beljan wenige Minuten später auf 2:0. Andererseits mussten die Hernalser durch das frühe Ausscheiden von Dimov einen Schlüsselspieler vorgeben – leider nicht die erste schwere Verletzung in dieser Saison! Auf diesem Weg: Gute Besserung!

Mit diesem Erfolgserlebnis konnte der Sport-Club die Tabellenspitze verteidigen und brennt darauf, im Heimspiel gegen Mauerwerk noch eins draufzusetzen.

 

Aufstellung Wiener Sport-Club: Prögelhof; Haas, Gusic, Csandl, Hayden; Buzuk, Dimov (14. Andrejevic) ; Küssler (73. Jackel), Todoroski (63. Aussenegg), Beljan (73. Klaric); Hirschhofer.
Aufstellung SV Stripfing/Weiden: Sadilek; Jeftenic, Popp (46. Ziger), Weber, Grozdic; Balzer (Sahintürk), Güclü, Löffler, Toth; Frank, Alaca (81. Erbay).

Torfolge
0:1 Hirschhofer (31. Min.)
0:2 Beljan (40. Min.)

Gelbe Karten Wiener Sport-Club
Andrejevic (27. Min.: Foulspiel)
Haas (35. Min.: Foulspiel)

Gelbe Karten SV Stripfing/Weiden
Löffler (27. Min.: Foulspiel)
Alaca (55. Min.: Foulspiel)