Nach zuletzt fünf Siegen innerhalb von 15 Tagen hat die Mannschaft von Robert Weinstabl diese Woche eine kurze Verschnaufpause einlegen können. Am Freitag empfängt man mit Traiskirchen eine Mannschaft, gegen die man in der Saisonvorbereitung verlor und die heuer in der Meisterschaft überraschen will. Trotzdem gehen die Hernalser als Favorit in das Spiel, nicht zuletzt, weil man gegen Traiskirchen eine starke Bilanz vorzuweisen hat.

Freitag, 25.09.2020, 19:30 / Regionalliga Ost, 6. Runde
Wiener Sport-Club – SG Traiskirchen/Tribuswinkel
Sportclub-Platz

Schiedsrichter: Roland Braunschmidt
Assistenten: Klemens Windisch, Slavisa Stojanovic

VORSCHAU

In Traiskirchen kann man schon jetzt auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Lag man zur Winterpause noch auf Platz 14, stießen bei sieben Abgängen gleich neun neue Spieler zum Verein. Das Frühjahr startete dann mit schweren Partien gegen die beiden führenden Teams der Ostliga, den FC Marchfeld und Rapid II, immerhin konnte man hier vor Saisonabbruch noch einen Punkt mitnehmen. Im Sommer gab es dann wieder ein Wechselspiel mit sechs Neuzugängen, in der Zwischenzeit wurde zudem eine Spielgemeinschaft mit Tribuswinkel eingegangen. Die Vorbereitung begann im Juli mit einem Sieg gegen den Wiener Sport-Club, Trainer Oliver Lederer verkündete den geladenen ZuschauerInnen gleichzeitig seinen Abgang und wechselte als Ausbildungsleiter zum ÖFB. Ein neuer Trainer musste also kurzfristig für den von Lederer zusammengestellten Kader her, die Traiskirchner entschieden sich für eine Doppelspitze aus dem bisherigen Co-Trainer Max Doller und Markus Bachmayer, der zuletzt beim SV Schwechat in der Jugend tätig war und die nötige Lizenz mitbringt.

Dies tat der Mannschaftsmoral aber offensichtlich keinen Abbruch, mit Kottingbrunn und Elektra Wien bezwang man zwei Landesligisten, welche sich bis zuletzt Hoffnungen auf einen Start in der Regionalliga machten. Höhepunkt der starken Vorbereitung war dann ein 2:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des SK Rapid, ihrerseits nun ja sogar Zweitligist. Die NÖN sah den Kader im Juli gar als „so gut, wie noch nie zuvor“, zudem eine Platzierung auf den ersten fünf Plätzen als realistisch.

In der Liga traf man im ersten Spiel auf Abbruchmeister Marchfeld, unterlag, obwohl man über längere Phasen die bessere Mannschaft war, mit 0:2. Danach folgten aus drei Spielen zwei Siege. Auch wenn sieben Treffer in vier Spielen keine schlechte Bilanz sind, vermissen die Traiskirchner weiterhin schmerzhaft ihren nominellen Stammstürmer Max Entrup. Der ehemalige U19-Nationalspieler wechselte im Winter vom SV Lafnitz zum FCM, kam mit Rapid Wien und dem SKN St. Pölten aber auch schon zu Einsätzen in der Bundesliga. Auch Filip Custic und Axel Summer sind weiterhin verletzt. Mit Oliver Mohr und Patrick Haas holte man im Sommer zwei Ex-Spieler aus Stripfing bzw. Leobendorf zurück, beide erzielten die drei Treffer am letzten Wochenende beim 3:1 gegen die Wiener Viktoria und sollen die jungen Spieler führen.

Für den WSC könnte es derzeit kaum besser laufen, in der Liga hat man die ersten vier Spiele allesamt gewinnen können, im Cup zog man in die zweite Runde ein und erwischte mit Austria Wien ein Traumlos. Nun hatte man zum ersten Mal in dieser Saison unter der Woche kein Pflichtspiel, Trainer und Mannschaft konnten die Zeit für Regeneration und Trainingseinheiten nutzen. Die Defensive ist mit erst zwei Gegentreffern in vier Ligaspielen die beste der Liga, zudem grüßt man von der Tabellenspitze. Und das alles ohne die weiterhin verletzten Martin Pajaczkowski und Mirza Berkovic, Lucas Pfaffl fällt mit einer Verletzung derzeit ebenso aus.

Nachdem die Fans des Wiener Sport-Club am vergangenen Freitag zum ersten Mal in dieser Saison die Schallmauer von 1.000 BesucherInnen durchbrechen konnten, hofft man auch gegen Traiskirchen wieder auf eine tolle Kulisse, denn: Seit dem Aufstieg in die Regionalliga vor vier Jahren konnte Traiskirchen kein Pflichtspiel gegen den Wiener Sport-Club gewinnen!

Zusatzinformationen

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SG Traiskirchen/Tribuswinkel

18.09.2020

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5. Runde

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15.09.2020

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