Im 2. Anlauf empfangen die Dornbacher die Jancker-Elf aus dem Marchfeld. Coronabedingt war die Partie, ursprünglich für den 21.8. angesetzt, abgesagt worden. Der Sport-Club ist erfolgreich im Cup und in der Meisterschaft gestartet, während die Gäste – nach tollen Testspielergebnissen und einer soliden 1. RLO-Runde – einen Durchhänger haben. Gegen Vienna (Cup) und gegen Stripfing in der Regionalliga setzte es herbe Niederlagen, folglich kann nur ein Erfolgserlebnis den Rückfall ins Mittelmaß aufhalten.

Dienstag, 15.9.2020, 19.30 Uhr/1. Runde RLO (Nachtrag)
Wiener Sport-Club – FC Marchfeld-Donauauen
Sport-Club-Platz

Schiedsrichter: Albert Wandl
Assistenten: Ozan Akar, Davor Divkovic

VORSCHAU

Die vorige Saison war für die Marchfelder das bewegendste und erfolgreichste Jahr ihrer noch jungen Geschichte. Nach der 5. Runde stand man an der Tabellenspitze und baute den Vorsprung sukzessive aus. Da der Formknick im November auch die anderen Spitzenteams erwischte, betrug der Abstand zum Zweiten, Rapid II, Mitte März noch immer 5 Zähler – dann war aber Schluss. Die Vereinsleitung hatte nicht einmal um eine Lizenz für die 2. Liga angesucht, die dafür namhaft gemachten wirtschaftlichen Gründe waren auch dafür ausschlaggebend, dass man den Funktionärsstab und die Mannschaft in den letzten Monaten kräftig umbaute. Mit Erfolgstrainer Carsten Jancker blieb der ruhende Pol allerdings beim Klub. Von der Stammtruppe haben Hakan Gökcel und Boris Grozdic hingegen ein paar Kilometer weiter bei Stripfing angedockt, Marian Markic wechselte zu Liga-Konkurrent Draßburg, und Marko Zlatkovic wurde von Kottingbrunn verpflichtet. Laut Jancker ist die Qualität vorhanden, an der Breite mangelt es jedoch. Von seiner Formel „20+2“ ist er noch weit entfernt, schließlich stehen ihm 16 Feldspieler und 2 Torleute zur Verfügung, die er für die Kampfmannschaft als tauglich einschätzt. Dazu zählen auch die Neuzugänge: Dejan Nesovic kam von Ritzing, Antonio Babic von der Vienna, mit Stefan Jonovic wechselte ein großes Talent der Young Violets ebenso nach Mannsdorf wie Julian Velisek von Horn. Samuel Oppong verabschiedete sich von Rapid II, und Jakov Josic will seine Freistoßtreffer nicht mehr in Dornbach, sondern künftig im Marchfeld erzielen. Waren sich die Experten nach der Transferzeit über die Qualität der deutlich verjüngten Elf noch im Unklaren, zeigten die Testpartien eine deutliche Tendenz: Die Defensive knüpfte nahtlos an die frühere Torsperre an, denn Goalie Petermann & Co ließen gerade einmal einen Gegentreffer zu. In diesen 4 Partien wurden 19 Treffer erzielt, allein 9 davon gegen Krems aus der 1. Nö. Landesliga. Der Abgang des jahrelangen Topschützen Nenad Panic zeigte vorerst keine Folgen, Oppong und Rene Kriwak trafen am laufenden Band.

Chaos im Marchfelder Saisonauftakt

Die 1. Meisterschaftsrunde gegen den Sport-Club wurde verschoben, danach wurde Traiskirchen auswärts standesgemäß 2:0 besiegt. Dann allerdings kam das böse Erwachen, denn eine 0:4 Klatsche gegen die Vienna im ÖFB-Cup hatten nicht einmal die größten Pessimisten erwartet. Der Spielverlauf stellte das bisherige Erfolgsmuster des FC Marchfeld auf den Kopf: Die Mannsdorfer vergaben die besten Chancen, die Blau-Gelben erzielten aus ihren Möglichkeiten vier Treffer. Noch bitterer war die Derby-Niederlage gegen Großeinkäufer Stripfing. Mit dem Pausenpfiff 0:1 hinten, danach ein Doppelschlag zum 0:3, und letztlich war es Goalie Pipo Petermann zu verdanken, dass die Pleite nicht noch höher ausfiel. Völlig überraschend also: Die beste Abwehr des letzten Jahres fing 7 Goals in 2 Partien ein, die Offensive erzielte kein Tor – da muss man in der Statistik schon weit zurückblättern.

Der Sport-Club hat den Saisonstart vielversprechend absolviert – mit einem 2:1 gegen Tabellenführer Bruck, einem glatten 5:0 Cuperfolg gegen St. Jakob/Rosental und einem 3:0 Auswärtssieg bei der Wiener Viktoria. Schon nach drei Partien ist aufgefallen, wie gefährlich die Dornbacher heuer bei Standards sind, egal ob per direkt geschossenem Eckball  (Todoroski gegen Bruck), Freistoß (Todoroski und Beljan gegen Wiener Viktoria)  oder per Kopf nach Cornern wie Gusic (in den beiden ersten Spielen) und Jackel gegen die Kärntner. Alle neu verpflichteten Feldspieler haben sich schon in die Torschützenliste eingetragen, auch Allroundler Andrejevic, der quasi mit dem Schlusspfiff das 5:0 fixierte. Während die Hernalser am Samstag gegen die Wiener Viktoria auf dem ungeliebten engen Kunststoffrasen antraten und ungefährdet drei Zähler nach Hause mitnahmen, mussten die Blau-Roten pausieren. Begründet wurde die Absage, man will es schon gar nicht mehr wahrhaben, mit einigen Coronafällen bei Mauerwerk. Es wird sich zeigen, wer die Zeit seit dem 5.9. besser überstanden hat: Der Sport-Club mit zwei Begegnungen in den (hoffentlich nicht schwer gewordenen) Beinen oder der FC Marchfeld ohne Pflichtspiel, aber dafür mit Zeit, die Problembereiche im Training zu sanieren.

Nach diesen drei Auftaktsiegen mit einem Torverhältnis von 10:1 hofft man bei den Schwarz-Weißen, dass dieses Schlagerspiel viele Zuschauer auf den Sport-Club-Platz lockt und erstmals im Herbst die 1000er-Schallmauer überschritten wird. Werbung dafür hat die Mannschaft mit den zwei attraktiven Begegnungen allemal gemacht!

Zusatzinformationen

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ÖFB Cup

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25.8.2020

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