Leader Ebreichsdorf, Verfolger Nummer 1 Mauerwerk und Tabellendritter Mannsdorf: Was haben diese Mannschaften gemeinsam??? Alle drei wurden im Frühjahr vom Sport-Club besiegt!
Im Spitzenspiel der 27. Runde stand den Dornbachern auch das Glück zur Seite: Mannsdorf traf in Hälfte eins dreimal Aluminium, und der Führungstreffer der Hernalser in der 60. Minute entsprang einem Eigentor. Der Sport-Club hatte den Gegner im 2. Abschnitt andererseits im Griff, und Miro Beljan erzielte in Minute 78 aus einer schönen Aktion heraus den 2. Treffer, worauf die Gäste aus dem Marchfeld keine Antwort mehr wussten.

Freitag, 17.05. 2019 – 19.30 Uhr | 27. Runde RLO
Wiener Sportclub : FC Mannsdorf/Großenzersdorf | 2:0
(0:0)
Sportclub-Platz, 1455 Zuseher_innen

Schiedsrichter: Thomas Paukovits
Assistenten: Jan Uwe Thiel, Manuel Prenner

Spielbericht

Der Sport-Club beginnt mit Kostner im Tor, vor ihm verteidigen wie gehabt Maurer, Hayden, Csandl und Pfaffl; Dimov und Berkovic sind im defensiven Mittelfeld aufgeboten. An den Außenbahnen agieren Küssler und Plank, zentral ist Feldmann nominiert; Hirschhofer ist als Solospitze gesetzt.

Beide Mannschaften beginnen eher vorsichtig. Die Gäste spielen schnell und variabel, die Hausherren suchen erst nach einigen Querpässen den Weg nach vorne. Die erste gefährliche Aktion im Spiel ist für die erste Halbzeit symptomatisch: Mulahalilovic überlistet mit einem Zuspiel auf Panic die WSC-Abseitsfalle, seinen Pass setzt Markic, allein vor Kostner, an die Querlatte (9. Min.). Zwei Minuten später ist Panic erneut durch, Csandl klärt aber abgebrüht. Nach Foul an Dimov kommen die Dornbacher zu einem Freistoß: Berkovic versucht es aus gut 30 Metern in Josic-Manier, der Ball geht jedoch knapp daneben (16. Min.). Mannsdorf ist jetzt überlegen, v.a. die Eckstöße von Buljic sorgen für Turbulenz im Strafraum der Schwarz-Weißen. Drei Corner am Stück, bei einer Abwehr wird auch die Außenstange getroffen, ehe Strapajevic den Ball auf die Tribüne jagt (19. Min.). Zwei Minuten später die beste Aktion von Maurer: Er tanzt 4 Gegner aus, ist auch danach nicht vom Ball zu trennen und zieht ab, leider knapp daneben. Den Ton gibt weitgehend die Jancker-Truppe an, Gökcek macht über links viel Dampf und findet in Panic und Markic immer wieder Anspielpartner. Gökcek fängt einen Querpass ab, geht rechts auf und davon, seinen Idealpass schiebt Markic erneut an die Stange (31. Min.). Der Sport-Club hält zwar dagegen, die nächste Großchance haben erneut die Gäste. Lange Ballstafette, dann geht es – wie fast immer – über die linke Seite schnell, Stanglpass auf Buljic, aber der verzieht mit seinem schwächeren linken Fuß (43. Min.).

Nach der Pause kommt Beljan für Feldmann, spielt auf der rechten Außenbahn, während Küssler in der Mitte für Unruhe sorgt. Auch Plank ist weit gefährlicher als im ersten Abschnitt. Er zieht in die Mitte und schließt ab, aber drüber (54. Min.). Ein Angriff der Gäste findet seine Endstation bei Kostner; diesmal schießt er schnell und weit aus und leitet damit die Wende im Spiel ein. Mulahalilovic begeht dabei zwei grobe Schnitzer: Er verfehlt den Ball in der Luft, und als dieser vom Boden zurückspringt, köpfelt er praktisch unbedrängt und unmotiviert über den herauseilenden Keeper Petermann ins eigene Tor. Beljan, der zur Stelle gewesen wäre, braucht nicht mehr einzudrücken – 1:0 in der 60. Minute. Dieser Treffer zeigt Wirkung. Petermann klärt eine Flanke völlig unorthodox mit Fußabwehr (62. Min.), und Planks Schuss wird gerade noch abgeblockt (64. Min.). Sport-Clubs linke Spitze ist jetzt kaum zu bremsen, sein toller Schuss wird zur Ecke abgewehrt (69. Min.). Den Abpraller nach der Flanke übernimmt Küssler, der scharfe Abschluss verfehlt jedoch sein Ziel (70. Min.). Mannsdorf versucht durch frische Kräfte das Spiel zu drehen, verschafft aber der Elf von Trainer Schweitzer viel Platz zum Kontern. Aufregung in Minute 73: Zwei Dornbacher liegen am Boden, Schiedsrichter Paukovics lässt laufen, Kapitän Dimov holt sich für seine Kritik Gelb ab, und Pfaffl kann leider nicht mehr weiterspielen. Für ihn kommt Salvatore und lässt gegen seinen Ex-Klub nichts anbrennen. In Minute 78 wird Hirschhofer an der Mittellinie niedergerungen, Dimov schnappt sich den Ball, tolles Zuspiel auf Beljan, der ein paar Schritte läuft und den Ball überlegt ins lange Eck zirkelt – ein Konter wie aus dem Lehrbuch zum 2:0. Obwohl die Gäste danach ihre Offensivbemühungen fortsetzen, hat man nicht den Eindruck, dass sie das Steuer noch herumreißen können. Zu routiniert verteidigen Csandl und Hayden, und das Umschaltspiel von Dimov und Berkovic, mit viel Risiko und Kaltschnäuzigkeit behaftet, lässt sich nicht so leicht ausrechnen. Plank legt noch für Dimov ab, sein Abschluss bereitet jedoch Petermann kein Problem (86. Min.). Die letzten zwei Aktionen in der Nachspielzeit gehören den Gästen, aber Kostner lässt sich an diesem Abend nicht bezwingen.

Fazit: In einem schnellen und guten Spiel kamen die Gäste im ersten Abschnitt zu deutlich mehr Top-Chancen. Spielmacher Gökcek fand auf der linken Angriffsseite viel zu viel Raum vor und trieb die Angriffsmaschinerie immer wieder an; ein Tor wollte seinen sonst so treffsicheren Kollegen aber keines gelingen. Die Dornbacher standen dann in der 2. Hälfte defensiv kompakt und ließen kaum mehr Chancen zu. Parallel dazu kamen sie im Angriff in Schwung, auch durch die Umstellung und dadurch offensivere Ausrichtung ausgelöst. Natürlich spielte das Eigentor den Schwarz-Weißen in die Hände, aber summa summarum fanden sie die richtige Mischung, um den Sieg souverän nach Hause zu spielen. Auf der anderen Seite verließen Gökcek die Kräfte, und die Sturmspitzen Panic und Markic tauchten unter. Wer hätte gedacht, dass die Dornbacher ein zweites Mal hintereinander kein Tor erhielten und in zweifacher Hinsicht den magischen 50er geknackt haben? – Mit seinem 3. Saisontreffer hatte Miroslav Beljan das 50. Sport-Club-Tor erzielt, und mit dem Schlusspfiff standen 50 Punkte zu Buche. Damit haben die Schwarz-Weißen den 4. Platz abgesichert und befinden sich auf Schlagdistanz zu den drittplatzierten Mannsdorfern. Ein Verdienst einer soliden Mannschaftsleistung, die von den Fans vor der Friedhofstribüne entsprechend gefeiert wurde; mit dabei war der eingewechselte Philipp Buzuk, Jahrgang 2002, der sein Pflichtspieldebut gab!

Aufstellung WSC:
Kostner; Pfaffl (74. Salvatore), Csandl, Hayden, Maurer; Dimov (K) (90. Buzuk), Feldmann (HZ. Beljan); Plank, Berkovic, Küssler; Hirschhofer

Aufstellung FC Mannsdorf-Großenzersdorf:
Info folgt

Tore:
1:0 Benjamin Mulahalilovic (ET, 60.)
2:0 Miroslav Beljan (79.)

Gelbe Karten WSC:
39.: Jan Feldmann (Foul)
73.: Philip Dimov (Kritik)
89.: Thomas Hirschhofer (Unsportl.)

Gelbe Karten FC Mannsdorf-Großenzersdorf:
Info folgt

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