Wie schon in der Vorwoche beweisen die Dornbacher Kampfgeist bis zum Schluss. Der Ausgleichstreffer durch Csandl fällt kurz vor Abpfiff und sichert dem WSC einen Punkt. Die Gastgeber waren kurz vor der Pause einigermaßen kurios in Führung gegangen. Zunächst hält Kostner einen Elfer, den Nachschuss fälscht dann Dimov unglücklich ins Tor ab.

Samstag, 23.03.2019 – 16.00 Uhr | 19. Runde RLO
SV Sparkasse Leobendorf – Wiener Sportclub | 1:1
(1:0)
Sportplatz SV Leobendorf, 900 Zuschauer_innen

Spielbericht

Personell nur geringfügig verändert – Hayden ersetzt Pfaffl in der Defensive, Küssler Barac in der Offensive– stand einem Fußballnachmittag wie aus dem Bilderbuch nichts mehr im Weg. Idyllisch am Waldrand im Schatten der Burg Kreuzenstein gelegen kam es zu einem Spitzenspiel der Runde: Der Drittplatzierte SV Sparkasse Leobendorf trifft auf den Fünftplatzierten Wiener Sport-Club.
Zur Überraschung der zahlreichen mitgereisten Dornbach-Fans war der WSC von Beginn an gegen den Tabellendritten dominant. Küssler trifft nach knapp 10 Minuten die Latte und schießt mehrmals nur knapp vorbei. Nach einer halben Stunde schiebt Hirschhofer den Ball von rechts nur knapp am langen Eck vorbei. Auch Josic kommt immer wieder zu guten Chancen.

Ein Schlag in die Magengrube: Schiedrichter pfeifft umstrittenen Elfer nachdem er von Josic getroffen wurde

Kurz vor der Pause trifft Josic – allerdings nicht das Tor, sondern aus kurzer Distanz direkt den Schiedsrichter. Vielleicht trübte dies das Urteilsvermögen des Schiedsrichters, als er zu einem mehr einen diskussionswürdigen Elfer pfiff. Da war der WSC dann auch nur mehr zu zehnt – Hayden war mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden. Die fünf Sekunden nach dem Strafstoß wirkten dann wie Minuten: Patrick „Handschuh“ Kostner errät die richtige Ecke, der Ball landet jedoch auf der rechten Stange. Im ersten Nachschuss auf die linke Stange und landet Kapitän Dimov, der versucht den Ball zu klären, auf dem Fuß und im Anschluss im eigenen Tor. So ging der WSC ungerecht in die Pause: 40 Minuten zeigten sich die Schwarz-Weißen dominant, trotzdem lag man knapp hinten.

Auch nach der Pause die dominante Mannschaft – wieder mal eine hitzige Schlussphase

Nach der Pause ging es in derselben Gangart weiter: In der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn hat vor allem Küssler immer wieder Topchancen, scheitert jedoch immer wieder am Abschluss. Einmal leitet der Goalie den Ball nur knapp über die Latte, einmal schob Küssler den Ball nur knapp am Tor vorbei. Danach flachte das Spiel immer mehr ab. Die Hausherren hatten danach zwei Chancen, aber richtig interessant wurde es erst knapp vor Spielende: Beljan flankt flach in die Mitte, der Ball fand aber keinen Abnehmer. Die Hernalser erhöhten den Druck immer mehr, in der Nachspielzeit lag der Ausgleich in der Luft. Die mitgereisten Fans schüttelten sich mit dem Schlüsselbund die Hände wund: Mehrere Eckbälle und noch deutlich mehr Nachschüsse waren notwendig, bis Jürgen „Legolas“ Csandl nach einem Gestocher den Wiener Sport-Club erlöste.

Das Match war demnach das erwartete Spitzenspiel. Der Wiener Sport-Club war zwar die dominante Mannschaft, hatte jedoch vor allem beim Abschluss Pech. Angesichts der Tatsache, dass auswärts beim Dritten gespielt wurde, kann man mit der Punkteteilung zufrieden sein, auch wenn im Weinviertel wohl mehr möglich gewesen wäre.

Aufstellung SV Leobendorf:
Schwaiger; Batoha, Uhlig; Ekinci, Tokgöz, Viertl (61. Rekirsch), Konrad, Pranjic, Kayhan (28. Yendi), Koppensteiner, Babic, Sieber, Gabler

Aufstellung WSC:
Kostner; Maurer (61. Beljan), Csandl, Salvatore, Hayden; Dimov (K), Berkovic (76. Szerencsi); Silberbauer, Josic, Küssler; Hirschhofer

Tore:
1:0 Philip Dimov (ET, 45+3.)
1:1 Jürgen Csandl (93.)

Gelbe Karten SV Leobendorf:
68.: Patrik Batoha (Foul)

Gelbe Karten WSC:
4.: Christian Hayden (Foul)
76.: Jürgen Csandl (Kritik)
90.: Philip Dimov (Kritik)

Gelb-Rot WSC:
45.+2: Christian Hayden (Foul)

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