Am Freitag trifft der Sport-Club im Heidebodenstadion auf Parndorf. Was auf dem Papier wie eine g`mahte Wiesn für einen Auswärtssieg ausschaut, ist bei näherer Betrachtung alles andere als ein Selbstläufer, auch wenn es der Vierte in der Tabelle mit dem Dreizehnten zu tun bekommt. Die Hausherren haben aus den letzten beiden Partien vier (ihrer fünf) Punkte gemacht und dabei dem Tabellenzweiten Mauerwerk mit einem 2:1 Sieg die Suppe versalzen. Die Hernalser, gegen die Admira Juniors auf die Siegerstraße zurückgekehrt, sind also gewarnt.

Freitag, 5.10.2018 – 19.00 Uhr | 10. Runde RLO
SC/ESV Parndorf : Wiener Sportclub

Heidebodenstadion

Schiedsrichter:Marcus Pottendorfer
Assistenten: Alexander Borucki, Nikola Celenkovic

VORSCHAU

Im Vorjahr blieben die Burgenländer weit hinter den Erwartungen zurück. Ein 13. Rang in der Abschlusstabelle war die schlechteste Platzierung seit langem. Trotzdem gab es auf dem Transfermarkt nur geringe Aktivitäten. Eric Auss, bis 2016 beim Sport-Club unter Vertrag, spielt heuer in Parndorf links im Mittelfeld, und die talentierten Brüder Kizlin kamen vom SV Neuberg; Sandro erhielt schon des Öfteren Einsatzzeit im Team. Ansonsten vertraute man auf die bewährten Kräfte, gemischt mit jungen Akteuren, die in das Team eingebaut werden sollen. Der Start in die Herbstmeisterschaft war enttäuschend: Einem torlosen Remis gegen Aufsteiger Wiener Linien folgten zwei bittere Derby-Niederlagen: Gegen Bruck mit 3:4 und gegen den Erzrivalen Neusiedl zu Hause mit 0:1, wobei die Truppe von Trainer Hafner 70 Minuten zu zehnt spielte. Nach einer neuerlichen Pleite, diesmal gegen Rapid II, sah Obmann Milletich Handlungsbedarf und installierte Kurt Jusits als neuen Trainer, während Paul Hafner sportlicher Leiter wurde. Jusits‘ Debüt verlief denkbar unglücklich. Geschwächt durch den Ausschluss seines Sohnes Thomas, verlor Parndorf auch gegen Traiskirchen 0:2.In den folgenden Matches gegen Leobendorf und die Mattersburg Amateure gingen die Jusits-Schützlinge ebenso leer aus, ausgerechnet gegen Tabellenführer Mauerwerk zeichnete sich eine Trendwende ab. Der 2:1 Heimsieg war glücklich, aber verdient. Während die Hausherren bis zum Umfallen kämpften, wollten die Wiener offenbar im Stehen gewinnen, was zum Bumerang wurde. Letzte Woche gab es im Kellerduell in Stadlau ein torloses Remis, in einem Spiel, das sich laut Paul Hafner keinen Sieger verdient hätte. Schaut man sich die bisherigen Partien an, sieht man eine routinierte Abwehr mit den Evergreens Christian Weidinger (Tor), Dornhackl, Kummerer und Wendelin, die – außer gegen Bruck – nie mehr als zwei Treffer zuließ. Die Probleme liegen sicherlich in der Offensive: Nur 6 Treffer erzielt, damit gemeinsam mit Schwechat am schussschwächsten, wobei kein Akteur mehr als einmal jubelnd abdrehen konnte. Emir Dilic, bei Stadlau noch Goalgetter, hat heuer überhaupt noch nicht ins Schwarze getroffen. Hoffen wir, dass den Parndorfer Stürmern nicht ausgerechnet jetzt der Knopf aufgeht.
Sucht man nach Verbindungen zum Wiener Sportclub, dann sind neben Auss der Tormanntrainer Peter Paluch (von 1991 bis 1997 in Dornbach zwischen den Pfosten) und der neue Chefcoach Kurt Jusits (2013/14 in Hernals tätig) zu nennen.
Die Dornbacher brachten gegen die jungen Admiraner die 1:0 Pausenführung nach Hause, ohne voll zu überzeugen. Zu sehr war die Partie von Taktik geprägt. Während die Gäste den baumlangen Rene Kriwak, einen etatmäßigen Stürmer, auf den kopfballstarken Thomas Hirschhofer ansetzten, versuchten die Hernalser mit einem personellen Übergewicht im Mittelfeld den Offensivgeist der Südstädter weit außerhalb des Strafraums zu bremsen – eine Strategie, die aufging. Zum ersten Mal in dieser Saison mussten die Schwarz-Weißen keinen Gegentreffer hinnehmen; Csandl, Hayden & Co ließen kaum eine Torchance des Gegners zu; was trotzdem durchkam, bereitete dem erneut souveränen Torhüter Kostner kein Kopfzerbrechen. Positiv ist die Entwicklung von Julian Küssler zu vermerken, der zum dritten Mal am Stück traf, diesmal fast von der Toroutlinie, noch dazu mit dem Außenrist. Zu hoffen ist, dass Philip Dimov in die Mannschaft zurückkehrt und der Abwehr zusätzlich Halt verleiht, während Philipp Plank nach der 5. Gelben Karte diesmal zusehen muss.

Als gutes Omen ist zu werten, dass der Sportclub in den letzten 4 Bewerbsspielen gegen Parndorf zwei Unentschieden und zwei Siege erreichte; hoffen wir, dass die bemerkenswert gute Auswärtsstatistik eine Bereicherung erfährt!

Zusatzinfos

Zuletzt gespielt:

SC/ESV Parndorf 1919
29.09.18 RLO 9. Runde FC Stadlau : SC/ESV Parndorf 1919 0:0
21.09.18 RLO 8. Runde SC/ESV Parndorf 1919 : FC Mauerwerk 2:1 (0:0)
14.09.18 RLO 7. Runde Mattersburg Amateure : SC/ESV Parndorf 1919 2:1 (1:1)
Wiener Sport-Club
28.09.18 RLO 9. Runde Wiener Sport-Club : Admira Juniors 1:0 (1:0)
21.09.18 RLO 8. Runde ASK Ebreichsdorf : Wiener Sport-Club 6:1 (2:0)
15.09.18 RLO 7. Runde FC Stadlau : Wiener Sport-Club 2:3 (1:2)
Letzte Spiele gegeneinander
04.05.18 RLO 2017/18 SC/ESV Parndorf 1919 : Wiener Sport-Club 2:2 (2:2)
25.10.17 RLO 2017/18 Wiener Sport-Club : SC/ESV Parndorf 1919 2:1 (0:1)
27.04.17 RLO 2016/17 SC/ESV Parndorf 1919 : Wiener SK 0:0

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SC/ESV Parndorf 1919

Nächstes Heimspiel

Aufgrund des Spiels gegen Borussia Mönchengladbach am 12.10. (weitere Infos dazu finden Sie hier) wurde das Heimspiel gegen die SKN Juniors auf Dienstag, 9.10.2018 vorverlegt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Di., 09.10.2018 – 19:30 | 11. Runde RLO
WSC : SKN Juniors
Sportclub-Platz

Anreise

Adresse:
Am Sportplatz
7111 Parndorf

Gemeinsame Anreise:
Die Freund*innen der Friedhofstribüne laden sehr herzlich zur gemeinsamen Anreise ein. Infos zur Buchung für den Auswärtsbus finden sich auf www.friedhofstribuene.at