In einem über weite Strecken kampfbetonten und ausgeglichenen Spiel ging der Sport-Club knapp vor der Pause mit 1:0 in Führung. In der 2. Hälfte wurde die Partie von beiden Seiten technisch besser und schneller geführt. Die Admiraner wollten unbedingt einen Punkt mitnehmen, verzeichneten im Finish auch mehr Spielanteile, die Dornbacher verteidigten aber geschickt und brachten den nächsten Dreier in trockene Tücher.

Freitag, 28.09.2018 – 19.30 Uhr | 9. Runde RLO
Wiener Sport-Club: Admira Juniors | 1:0
(1:0)
Sportclub-Platz, 1560 Zuschauer_innen

Schiedsrichter: Christian Heiner
Assistenten: Jan Uwe Thiel, Ozan Akar

Spielbericht

Trainer Schweitzer krempelt nach dem halben Dutzend in Ebreichsdorf die Defensive um: Dimov (erkrankt), Szerencsi und Maurer fehlen, dafür kehren Hayden und Csandl in die Innenverteidigung zurück, an den Seiten sind Salvatore und erstmals Pfaffl aufgeboten, Kostner steht im Tor. Berkovic, an sich defensiv orientiert, schaltet sich immer wieder in die Angriffe ein, während Silberbauer, der auch hinten Löcher stopft, meist am rechten Flügel auftaucht. Sein Pendant auf der linken Seite bildet Plank, im zentralen Mittelfeld sind diesmal Josic und Küssler gesetzt; Hirschhofer bleibt einzige Sturmspitze.
Ehe das Match angepfiffen wird, gibt es ein doppeltes Gedenken: Einerseits werden jene 11 Spieler ins Gedächtnis gerufen, die am 1.10.1958 Juventus Turin mit 7:0 deklassiert haben, andererseits wird eine Trauerminute zu Ehren von Adi Knoll abgehalten, dem legendären Rechtsverbinder, der am 21.9. verstorben ist.
Beide Mannschaften gehen mit Vorsicht in die Begegnung, v.a. das Passspiel betreffend. Quer- und Rückpasses sind keine Seltenheit, und in einer dieser Szenen wird es brenzlich: riskanter Rückpass, zu kurzer Abschlag von Köstenbauer, und Silberbauer ist knapp dran (4. Min.). Vier Minuten später die erste richtig gefährliche Aktion, wieder vor dem Admira-Tor. Der Ball prallt von einem Verteidiger zu Josic, der halblinks zum Schuss kommt, aber das lange Eck verfehlt. Auf der Gegenseite taucht Kalajdzic in Strafraumnähe auf, sein Schuss landet aber auf der Friedhofstribüne (14. Min.). In der folgenden Minute der nächste verunglückte Rückpass der Admiraner, Hirschhofer spritzt dazwischen, scheitert aber am Goalie. Nach einem Foul an Salvatore setzt Josic den Freistoß übers Kreuzeck (25. Min.). Die Dornbacher erspielen sich eine Feldüberlegenheit, echte Tormöglichkeiten sind jedoch Mangelware. In Minute 37 eine Doppelchance: Zuerst wird Plank freigespielt und scheitert an Köstenbauer, im Anschluss bringt auch Josic den Ball nicht am Tormann vorbei. Die Hernalser drängen jetzt auf die Führung: Hayden köpfelt nach einem Eckball daneben (43. Min.). Gleich darauf wehrt Köstenbauer einen Silberbauer-Schuss ab, Küssler nimmt den Ball mit und erzielt aus spitzem Winkel das erlösende 1:0 (44. Min.). Knapp vor der Pause häufen sich die Chancen. Plank und Küssler können ihre Möglichkeiten nicht nützen, auf der Gegenseite fischt Kostner einen Kopfball souverän aus dem Kreuzeck (45+4).

Die 2. Halbzeit beginnt mit hohem Tempo. Nach 35 Sekunden hält Köstenbauer einen Silberbauer-Schuss auf Raten, und der Sport-Club bestimmt das Spiel. In Minute 51 eine fragliche Schiedsrichter-Entscheidung, Plank und Berkovic protestieren und holen sich gelbe Karten ab. Der Spielfluss der Dornbacher ist gebrochen, und Admira setzt die Akzente. Kalajdzic köpfelt nach einem Eckball Kostner in die Hände (55. Min.), Weber schießt aus der Drehung knapp daneben (62. Min.). Puster kommt rechts durch, er verzieht jedoch aus aussichtsreicher Position deutlich (77. Min.). Die Dornbacher schlagen die Bälle meist unkontrolliert nach vorne, wodurch es kaum zu einem Spielaufbau kommt. Die jungen Admiraner greifen unverdrossen an, ihre Abschlussschwäche ist jedoch offenkundig. Gegen Spielende werfen die ‚Südstädter fast alles nach vorne, und dem Sport-Club eröffnen sich Konterchancen. Plank zieht gegen den weit herauslaufenden Köstenbauer den Kürzeren (88. Min), und der eingewechselte Beljan wird wegen Abseits zurückgepfiffen (90+2). In der letzten Aktion lässt sich Kriwak theatralisch fallen, die Admiraner erhalten trotzdem einen Freistoß aus zentraler Position. Kapitän Fischerauer, Spezialist für ruhende Bälle, jagt den Ball über die Querlatte (95+3).

Fazit: Die Schwarz-Weißen ließen zwar die Leichtigkeit der ersten Runden vermissen, Kampfkraft und die Routine der Schlüsselspieler reichten jedoch für einen weiteren Heimsieg und den zwischenzeitlichen 4. Rang, punktegleich mit den drittplatzierten Hütteldorfern (18 Zähler). Erfreulich für die Sport-Club-Defensive ist, dass Kostner erstmals im Herbst einen Shutout verzeichnen konnte. Offensichtlich saß der Schock von Ebreichsdorf tief, sodass verstärkter Wert auf die Verteidigungs-Arbeit gelegt wurde. Nur Pfaffl, der ein gelungenes Comeback feierte, stürmte auch noch im Finish auf der linken Außenbahn nach vorne, ansonsten wurde Wert auf Absicherung der Führung gelegt – eine Rechnung, die aufging.

Aufstellung WSC:
Kostner; Pfaffl, Hayden, Csandl (K), Salvatore; Berkovic, Silberbauer; Plank (90. Harcevic), Josic (76. Feldmann), Küssler (81. Beljan); Hirschhofer

Aufstellung Admira Juniors:
Info folgt

Tore:
1:0 Julian Küssler (44.)

Gelbe Karten WSC:
51.: Philipp Plank (Unsportl.)
51.: Mirza Berkovic (Foul)

Gelbe Karten Admira Juniors:
68.: Sasa Kalajdzic (Unsportl.)

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Gepostet von Platin TV am Freitag, 28. September 2018

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N. Schweitzer

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P. Kostner